Stand: 03.03.2020 18:36 Uhr

Nahverkehr: Tarifgespräche gehen in Schlichtung

Im Streit um höhere Löhne bei den kommunalen Nahverkehrsbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern wird auf Hilfe von außen gesetzt. Der Kommunale Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft ver.di konnten sich in der fünften Verhandlungsrunde am Dienstag in Rostock nicht einigen. Jetzt soll ein Schlichtungsverfahren eingeleitet werden.

Arbeitsrichter als Schlichter

Mit der Schlichtung ist eine Friedenspflicht verbunden, sodass es vorerst keine weiteren Warnstreiks geben wird. Laut ver.di haben sich beide Parteien auf Tilman Anuschek, Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Rostock a.D., als Schlichter geeinigt. Die Schlichtung soll am kommenden Montag beginnen.

Neues Angebot der Arbeitgeber

Der Arbeitgeberverband hatte zuletzt unter anderem eine monatliche Lohnerhöhung von 100 Euro rückwirkend zum 1. Januar und die Reduzierung der monatlichen Arbeitszeit von 40 auf 39 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich angeboten. Dieses Angebot hat ver.di nach rund siebenstündiger Verhandlung nicht akzeptiert. Die Gewerkschaft verlangt für die landesweit rund 1.900 Beschäftigten im Nahverkehr 2,06 Euro mehr Lohn pro Stunde, rückwirkend zum 1. Januar und pauschal 100 Euro mehr pro Monat. Mit mehreren Warnstreiks hatte ver.di versucht, die Arbeitgeber zu Zugeständnissen zu bewegen.

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Mitarbeiter der Rostocker Verkehrsbetriebe streiken vor dem Straßenbahn-Depot. © ndr.de Foto: Jürn-Jakob Gericke

Keine neuen Nahverkehrs-Warnstreiks bis 3. März

In Mecklenburg-Vorpommern gehen heute die zweitägigen Warnstreiks im Nahverkehr zu Ende. Viele Busse und Straßenbahnen fielen aus. Bis zum 3. März soll es keine weiteren Arbeitsniederlegungen geben. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.03.2020 | 19:00 Uhr

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