Stand: 22.03.2019 14:33 Uhr

Medizinstudenten: Geld für Praktikum beim Hausarzt

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Im Land werden händeringend Hausärzte gesucht - insbesondere in ländlichen Gebieten.

Medizinstudenten bekommen in Mecklenburg-Vorpommern künftig Geld, wenn sie ein Praktikum bei einem Hausarzt machen. Das Programm soll helfen, dem Mangel an Hausärzten, vor allem auf dem Land, zu begegnen. Wer sein Praktikum in einer der beiden Universitätsstädte Rostock und Greifswald macht, bekommt 200 Euro im Monat. Hat der Hausarzt seine Praxis aber außerhalb dieser Städte, gibt es sogar 1.000 Euro.

Werben für spätere Tätigkeit als Hausarzt

Damit sollen Fahrt- oder Übernachtungskosten abgefedert werden, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU). Das Geld wird für maximal 16 Wochen ausgezahlt und kommt je zur Hälfte von Land und Kassenärztlicher Vereinigung. Insgesamt sind 100.000 Euro für das Programm vorgesehen. Die niedergelassenen Ärzte seien der Grundpfeiler der ärztlichen Versorgung, so Glawe. Um bei den Studierenden für eine spätere Tätigkeit als Hausarzt zu werben, würden entsprechende Praktika unterstützt.

Studienplätze sollen für in MV tätige Ärzte reserviert werden

Medizinstudenten müssen im Anschluss an ihr fünfjähriges Studium ein Praktisches Jahr von insgesamt 48 Wochen absolvieren. Das Land gewährt außerdem bereits Stipendien von 300 Euro monatlich für Medizinstudenten, die sich verpflichten, nach ihrem Studium mindestens fünf Jahre in ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns zu arbeiten. Außerdem ist geplant, künftig bis zu zehn Prozent der Medizin-Studienplätze im Land für junge Leute zu reservieren, die sich im Gegenzug verpflichten, später auch hierzulande tätig zu werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.03.2019 | 14:00 Uhr

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