Stand: 23.09.2020 17:57 Uhr

MV will mehr Zebrastreifen auf dem Land

Ein Stück eines auf den Asphalt einer Straße gemalten Zebrastreifens. © dpa picture alliance Foto: SPA
Wo und ob ein Zebrastreifen errichtet werden darf, klärt eine bundesweite Regel - die sogenannte "Allgemeine Verwaltungsvorschrift der StVO ".

Mecklenburg-Vorpommern will beim Bund für mehr Zebrastreifen in kleinen Dörfern werben. Viele Orte im Nordosten würden von Landes- oder Bundesstraßen durchschnitten, sagten Politiker verschiedener Parteien am Mittwoch im Landtag. Das Überqueren sei oftmals ein Geduldsspiel und nicht immer ungefährlich.

Ampelanlagen oft zu teuer

Aktuell regelt eine bundesweite Verwaltungsvorschrift, wo und unter welchen Bedingungen ein Zebrastreifen entstehen darf. Laut diesen Regeln muss eine Kommune beispielsweise nachweisen, dass an der entsprechenden Stelle mindestens 50 Fußgänger pro Stunde die Straße überqueren wollen. Diese Vorschrift macht es schwer, Fußgängerüberwege (kurz: Zebrastreifen) gerade in den ländlichen Gegenden des Landes einzurichten, erläuterte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Außerdem werde beidseits der Straße ein Gehweg verlangt, der längst nicht in jedem Dorf vorhanden sei.

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Verkehrsminister will sich beim Bund stark machen

Pegel versprach, sich im Bundesverkehrsministerium für das Anliegen starkzumachen, meinte aber, das werde kein leichtes Unterfangen. Beamten aus dichter besiedelten Gegenden wie Nordrhein-Westfalen werde es vermutlich schwerfallen, die Notwendigkeit zu erkennen. In Schwerin gab es dieses Problem am Mittwoch nicht. Der Landtag beauftragte die Landesregierung einstimmig, sich für Änderungen an der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung" einzusetzen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 23.09.2020 | 19:00 Uhr

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