Kinderhände greifen in eine Holzbox mit Stiften. (Kita "Naturtalent" Ludwigslust, MV) © Picture Alliance Foto: Jens Büttner/ZB/dpa

Ludwigslust-Parchim: Kitas gehen Montag in Notbetrieb

Stand: 25.03.2021 17:46 Uhr

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim reagiert auf die deutlich steigenden Neuinfektionszahlen. Von Montag an gibt es in den Kitas im Kreis nur noch eine Notfallbetreuung.

Von Montag (29. März) an müssen im Kreis Ludwigslust-Parchim wieder mehr Eltern ihre Kinder, die normalerweise Kindertagesstätten besuchen, wieder zu Hause betreuen. Der Landkreis kündigte am Donnerstagnachmittag an, vom 29. März bis vorerst zum 7. April eine Notfallbetreuung einzuführen. Das heißt, dass nur noch Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, oder Alleinerziehende ihre Kinder in die Einrichtungen geben dürfen. "Mit dieser Entscheidung wollen wir einen Beitrag leisten, die stetig ansteigende Welle der Neuinfektionen so flach wie möglich zu halten", sagte Landrat Stefan Sternberg (SPD).

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Inzidenzwert sprunghaft gestiegen

Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg am Donnerstag im Landkreis auf 166,7 an. Am Vortag lag er noch bei 141,2. Liegt die Zahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner zwei Werktage bei mehr als 150, gilt ab dem Folgetag die Notfallbetreuung. Das schreibt der Kita-Stufenplan der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern vor. Wegen der zu erwartenden weiteren Verschlechterung der Situation habe der Kreis eine entsprechende Allgemeinverfügung zur Notbetreuung erlassen, hieß es weiter.

Schüler gehen zum Wochenende in die Osterferien

Am Freitag soll noch eine sogenannte Schutzphase gelten, bei der Eltern gebeten werden, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Für die Schulen sind am Freitag keine Änderungen vorgesehen in dem Landkreis, danach haben die Schülerinnen und Schüler ohnehin Osterferien. Nach Angaben eines Sprechers ist Ludwigslust-Parchim der erste Landkreis seit längerer Zeit, der auf Notbetrieb in Kitas umstellt. Zuvor war dies etwa im Landkreis Vorpommern-Greifswald der Fall, weil die Corona-Infektionszahlen dort ebenfalls zeitweise besonders hoch waren. Am Donnerstag wurden den dritten Tag in Folge mehr als 300 Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 25.03.2021 | 18:00 Uhr

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