Eine Kundin scannt im Modehaus Nikolaus in Rostock den QR-Code der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung. © dpa bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

Luca-App: Noch keine Entscheidung zur weiteren Nutzung in MV

Stand: 15.01.2022 13:00 Uhr

Im März läuft die Lizenz für die Luca-App in Mecklenburg-Vorpommern aus. Ob sie verlängert wird, ist noch unklar.

Ob Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin die Luca-App für die Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie nutzen wird, ist laut Innenministerium noch offen. Der Lizenz-Vertrag mit dem App-Betreiber läuft am 12. März aus.

Nachverfolgung weiter notwendig?

Es ist bereits der zweite Vertrag zwischen der Landesregierung und dem Betreiber der Luca-App. Der erste wurde im November durch das Oberlandesgericht Rostock für nichtig erklärt. Geklagt hatte ein zweiter Anbieter einer Nachverfolgungsapp, der nicht berücksichtigt wurde. Der Rechtsstreit kostete das Land mehr als 35.000 Euro. Ob es nach Auslaufen des jetzigen Vertrags im März mit diesem oder einem anderen Anbieter weitergeht, und ob überhaupt noch eine App benötigt wird, ist laut Innenministerium noch nicht geklärt.

Andere Bundesländer kündigen App

Die App-Lizenz hat das Land 440.000 Euro gekostet. Der Nutzen für die Kontaktverfolgung in der Corona-Pandemie ist bisher gering, sagt die Mehrheit der Gesundheitsämter. Inwieweit die App momentan überhaupt genutzt wird, ist ohnehin unterschiedlich. Bremen und Schleswig-Holstein haben bereits beschlossen, die Lizenz der Kontaktnachverfolgungs-Software auslaufen zu lassen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 15.01.2022 | 14:00 Uhr

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