Stand: 17.01.2019 14:42 Uhr

Landesweit mehr Fälle von Krätze

Die Zahl der Krätze-Fälle ist in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr stark gestiegen. Insgesamt wurden nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) 411 Fälle gemeldet. Im Jahr zuvor waren es gerade mal 182 Fälle.

Familien und Gemeinschaftseinrichtungen besonders betroffen

Krätze - oder wie es im Fachjargon heißt: Skabies - tritt meistens gehäuft auf, in Familien oder Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Wohnheimen. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre. Die Krankheit wird von Parasiten, den sogenannten Krätzmilben, verursacht, die bei Hautkontakt übertragen werden.

Kriterien geändert: Mehr Fälle meldepflichtig

Die Zunahme führt das LAGuS unter anderem auf die veränderten Meldekriterien zurück. Seit dem Sommer 2017 sind auch Fälle in Pflegeheimen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen wie Gefängnissen, Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften meldepflichtig.

Wellenförmiger Verlauf der Krätze-Statistik

Vor allem aber trete Krätze - ähnlich wie auch Keuchhusten - in Wellen auf. So wurden beispielsweise 1995 mehr Krätze-Fälle in Krankenhäusern behandelt als derzeit. Danach nahm die Zahl ab, erreichte 2010 einen Tiefpunkt und steigt seitdem wieder. LAGuS-Sprecherin Anja Neutzling geht deshalb davon aus, dass die Fallzahlen auch wieder sinken.

Weitere Informationen

Krätze: Viele Fälle im Norden

27.03.2018 20:15 Uhr

Die Krätze ist in einigen Regionen auf dem Vormarsch. Die Krankheit wird durch Milben übertragen und führt zu Hautjucken. Welche Behandlung hilft bei Krätze? mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.01.2019 | 15:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

04:14
Nordmagazin
03:31
Nordmagazin