Stand: 14.05.2020 14:21 Uhr

Kommission soll Gesundheitskonzept für MV erarbeiten

Ein Hinweisschild der Notaufnahme steht vor dem Krankenhaus Güstrow. © dpa Foto: Stefan Sauer
Die Kommission soll Vorschläge zur Sicherung der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern erarbeiten. (Archivbild)

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern will eine Enquetekommission einsetzen, die über die Zukunft der medizinischen Versorgung im Land beraten soll. Die Kommission soll unter anderem neue Finanzierungs- und Strukturmodelle für die Krankenhäuser entwickeln - auch nach Ende der Legislaturperiode. Das Land will alle Krankenhausstandorte erhalten und mehr Ärzte und Pflegekräfte gewinnen - vor allem im ländlichen Raum und angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung.

Linke will Eigentumsverhältnisse der Kliniken überprüfen

Wie das gehen kann, wollen Abgeordnete nun gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft erarbeiten. Grundsätzlich soll das partei- und auch regierungsübergreifend passieren - egal, wie die nächsten Wahlen ausfallen. Die Linksfraktion will mithilfe der Kommission vor allem die Eigentumsverhältnisse der Krankenhauslandschaft auf den Prüfstand stellen.

Bericht Ende 2021 erwartet

Laut Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) ist dabei auch eine Rekommunalisierung von Kliniken möglich. Dies sei zu teuer und zu aufwendig, meint die AfD-Fraktion. Sie stimmte als einzige Fraktion gegen die Einberufung der Kommission. Beteiligen wolle sie sich aber trotzdem. Diese soll sich noch vor der parlamentarischen Sommerpause am 19. Juni konstituieren und Ende nächsten Jahres einen Bericht vorlegen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.05.2020 | 14:00 Uhr

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