Stand: 11.03.2019 05:35 Uhr

ITB: MV-Touristiker ziehen positive Bilanz

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Der Stand von Mecklenburg-Vorpommern auf der diesjährigen ITB in Berlin.

Die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns hat zum Abschluss der Internationalen Tourismusmesse (ITB) in Berlin ein überwiegend positives Fazit gezogen. Unter den 10.000 Ausstellern aus 180 Ländern waren auch 19 aus dem Nordosten. Für Freude sorgte, dass Mecklenburg-Vorpommern in der Beliebtheit bei den Urlaubsgästen den Spitzenplatz eingenommen und die Konkurrenz aus Bayern abgehängt hat. 3.000 repräsentative ausgewählte Deutsche waren dazu befragt worden.

Mehr Fachbesucher auf der Messe

Insgesamt kamen in diesem Jahr mehr als 113.000 Fachbesucher auf die ITB. Das ist eine Steigerung um drei Prozent. Davon hat letztlich auch Mecklenburg-Vorpommern profitiert. Bei den Gesamtbesucherzahlen hat es dagegen einen Rückgang gegeben: 160.000 Gäste wurden gezählt, im vergangenen Jahr waren es 170.000. Die Aussteller konnten während der Fachbesuchertage viele neue Kontakte knüpfen und Verträge abschließen, so der stellvertretende Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf. Die meisten der Messegäste hätten auch den Mecklenburg-Vorpommern-Stand besucht. Durch die Präsentation als Partnerland im vergangenen Jahr habe man in diesem Jahr eine deutlich höhere Aufmerksamkeit gehabt, so Woitendorf.

Positive Nachwirkungen

Doch auch darüber hinaus zeigte sich Woitendorf im Gespräch mit NDR 1 Radio MV zufrieden: "Die Aussteller haben die drei Fachbesuchertage intensiv genutzt, haben Geschäftsbeziehungen aufgebaut und diese vertieft." An den Publikumstagen sei zudem das Interesse von Messebesuchern aus dem Raum Berlin und Brandenburg sehr groß gewesen. "Wir können sagen, dass der Auftritt im vergangenen Jahr positiv nachgewirkt hat", so Woitendorf. Mecklenburg-Vorpommern war 2018 Partnerland der ITB.

Rückschritt beim Rad-Tourismus

Einen Rückschritt muss der Nordosten hingegen bei den Radtouristen verkraften. Hier sucht man das Land in der Top Ten in diesem Jahr vergebens. Woitendorf glaubt die Gründe zu kennen: "Wir haben einen Flickenteppich an Zuständigkeiten. Wir haben die Herausforderung, dass wir häufig deutlich einfachere Fördermöglichkeiten an den Bundes- und Landesstraßen haben." Gerade an den touristischen Radwanderwegen sei die Situation hingegen unübersichtlicher. Unterschiedliche Eigentums-, Natur- und Forstinteressen spielten dabei auch eine Rolle. "Das heißt, wir müssen mit vielen Leuten an einen Tisch kommen", so Woitendorf.

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Zu wenig ausländische Gäste

Zweiter Knackpunkt sind nach wie vor die ausländischen Gäste. Deren Anteil ist verschwindend gering. Die Zahlen aus den skandinavischen Ländern sind sogar rückläufig. Trotzdem glaubt Wolfgang Waldmüller, Präsident des Landestourismusverbandes, das man auf dem richtigen Weg sei - auch wenn andere Bundesländer es offenbar leichter haben: "Diejenigen, die da die Nase vorn haben, die haben auch Hot-Spots in ihrem Land, die international vermarktbar sind." Weltkulturerbe-Stätten seien weltweit gut vermarktbar, aber ansonsten fehlten im Nordosten Schwerpunktzentren oder große kulturelle Ereignisse in einer Stadt wie sie andere Bundesländer hätten.

Mecklenburg-Vorpommern auf der Messe ITB in Berlin

Unter dem Strich bleibt: Mecklenburg-Vorpommern hat im Jahr eins nach der Partnerland-Präsentation 2018 weitere touristische Früchte einfahren können. Zeit zum Ausruhen gibt es aber nicht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 11.03.2019 | 05:30 Uhr

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