Stand: 30.06.2016 14:37 Uhr  | Archiv

Grundschüler in MV müssen 800 Wörter können

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Auch andere Bundesländer wie Bayern unterrichten Mindestwortschätze. (Archivbild)

Grundschüler in Mecklenburg-Vorpommern lernen vom kommenden Schuljahr an nach einem Mindestwortschatz. Damit sollen die Rechtschreib-Leistungen der Mädchen und Jungen in der Grundschule verbessert werden. Praxis-Lehrer haben den Mindestwortschatz zusammengestellt. Er umfasst rund 800 Wörter - etwa die Hälfte lernen Kinder in den ersten beiden Schuljahren, der Rest kommt in den Klassen drei und vier hinzu.

Apfel, Dienstag, aber, zusammen...

Zum Wortschatz gehören Hauptwörter wie Apfel, Dienstag oder Papier und die sogenannten kleinen Wörter von aber bis zusammen, die im Deutschen häufig benutzt werden. Die Worte sind nach Rechtschreibphänomenen sortiert, für komplizierte Begriffe bekommen die Schüler Strategien an die Hand, wie sie die Schreibweise herleiten können. Lehrer erhalten zudem Vorschläge für Übungen und Leistungskontrollen.

Zu DDR-Zeiten gab es schon einmal einen Mindestwortschatz

Der Mindeswortschatz gilt von nächstem Schuljahr an. Bis dahin soll er allen Lehrern zur Verfügung stehen und in Fortbildungen erklärt werden. Wie Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) sagte, gab es einen solchen Mindestwortschatz auch in der DDR. Nach der Wende sei er im Nordosten abgeschafft worden. Andere Länder wie Bayern würden ihn jedoch ebenfalls unterrichten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.06.2016 | 16:00 Uhr

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