Stand: 26.01.2020 13:21 Uhr

Grüne Woche: MV-Aussteller mit positiver Bilanz

Ein Mann mit weißem Vollbart präsentiert einen Aal, neben ihm steht eine blonde Frau mit Brille. Im Vordergrund ist ein Theke mit verschiedenen Fischprodukten zu sehen. © NDR Foto: Arne Merten
Die Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern sind mit dem Messeverlauf zufrieden. (Archivbild)

Zum Abschluss der Internationalen Grünen Woche in Berlin haben die 62 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern eine positive Bilanz gezogen. Die beteiligten Firmen werteten ihre Messepräsenz als vollen Erfolg. Sie freuten sich über viele interessierte Besucher, die nicht nur die Produkte probiert, sondern auch gekauft haben. Mehr als 300.000 Gäste besuchten nach Angaben des Agrarministeriums die MV-Länderhalle in Berlin.

Viele kamen mit Besuchern ins Gespräch

Alle Aussteller hoben die vielen Gespräche mit Besuchern hervor. Bei der Straußenzucht Canzow war der Schinken der Renner. Bei Andre Domke, Inhaber von Fisch Domke aus Ahlbeck, die Matjesbrötchen. Täglich verkaufte er mehrere hundert davon. Zufrieden zeigte sich auch Christin Richter, Betriebsleiterin der Gourmet Manufaktur Gut Klepelshagen. Das Unternehmen war erstmals auf der Grünen Woche und lenkte das Interesse von Supermarktketten und andere Wiederverkäufer auf seine Produkte wie etwa Bio-Gulasch vom Weiderind oder Hirschragout.

Geschäftskontakte geknüpft

Auch die Käsemanufaktur Müritz aus Bollewick war erstmals auf der Messe. Matthias Westerfeld produziert erst seit ein paar Wochen Landkäse aus Rohmilch. Auch er ist sehr zufrieden, Hoteliers von der Insel Rügen interessieren sich für seinen Käse, wollen in ihr Angebot aufnehmen. Auch die Mecklenburger Kartoffelveredlung aus Hagenow freut sich über neue Supermarktketten, die überlegen, ob sie die Fertigprodukte wie Knödel oder Püree ins Sortiment aufnehmen.

Backhaus: Regionale Produkte im Kommen

Vor allem Kleinstunternehmen haben für sich geworben. Sie kommen aus allen Landesteilen. Die Grüne Woche zeige, dass vor allem regionale Produkte an Bedeutung gewinnen, so Agrarminister Till Backhaus (SPD). "Mit der richtigen Mischung aus Kulinarik, Natur und Kultur konnten wir auch in diesem Jahr wieder beim Publikum punkten und zeigen, welche enorme Entwicklung unser Land seit der Wende genommen hat", so der Minister. Unter den Ausstellern sind aber immer weniger Direktvermarkter, also landwirtschaftliche Betriebe, die aus ihren Rohstoffen Ware produzieren. Das  Agrarministerium vermutet, dass den Betrieben das Personal fehlt, um sich auf der Grünen Woche präsentieren können.

Viele MV-Firmen wollen auch 2021 nach Berlin kommen

Die Messe gilt weltweit die größte Leistungsschau für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau und als ein wichtiger Absatz- und Testmarkt. Viele der Aussteller aus dem Nordosten wollen laut Agrarministerium auch im nächsten Jahr wieder nach Berlin reisen. Die MV-Halle sei "schon jetzt für das nächste Jahr wieder so gut wie ausgebucht", so Backhaus.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.01.2020 | 12:00 Uhr

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