Stand: 04.09.2020 14:40 Uhr

Grenzüberschreitend gegen Fischwilderer in der Pomerania

Wienpietschseen im Müritz-Nationalpark © Nationalparkamt Müritz Foto: Johanna Dahlmann
In Schutzgebieten wie hier im Müritz-Nationalpark gibt es viele Seen und Teiche. Gegen Umweltsünder dort gehen Wasserschutzpolizisten aus Deutschland und Polen nun gemeinsam vor.

Deutsche und polnische Wasserschutzpolizisten gehen seit dem Sommer gemeinsam gegen Umweltsünder auf der Ostsee und an Binnengewässern vor. Ein EU-Programm zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit macht es möglich. Beide Länder haben Boote angeschafft, um gemeinsam Streife fahren zu können.

Wertvolle Lebensräume - Artenschutz im Fokus

Im Fokus steht der Schutz der Biodiversitität in der Pomerania-Region. Hier gibt es viele große Naturschutzgebiete, wie die Nationalparke Jasmund und Müritz, Biosphärenreservate und Naturparks mit besonders schützenswerten Arten und Lebensräumen. Sie vor Umweltsündern und Fischwilderern zu bewahren, ist das Ziel des Projektes. Beidseits der Grenze überwachen die Polizisten eine Wasserfläche von mehr als 13.000 Quadratkilometern. Deutschland hat für die Aufgabe zwei Schlauchboote samt Trailer gekauft - eines ist in Wolgast stationiert, das andere im Raum Sassnitz/Stralsund. Erste Ergebnisse sollen in den kommenden Woche vorgestellt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.09.2020 | 15:00 Uhr

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