Stand: 18.09.2019 07:28 Uhr

Gebärmutterhalskrebs: Impfkampagne klärt auf

In Mecklenburg-Vorpommern klärt eine Kampagne von heute an über eine HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs auf. Die Impfkampagne richtet sich an Eltern von Kindern im Pubertätsalter. Bundesweit erkranken nach Angaben der Krebsgesellschaft jährlich rund 4.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs.

Ein Arzt füllt eine Probe mit einer Pipette in ein Reagenzglas.

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Humane Papillomaviren sind ursächlich

Gebärmutterhalskrebs gilt als die zweithäufigste Krebsart bei Frauen. Etwa ein Drittel der Betroffenen stirbt an der Krankheit. Weltweit sind es sogar mehr als die Hälfte. Die Krankheit kann durch humane Papillomaviren übertragen werden, mit denen sich fast 80 Prozent aller Menschen einmal im Laufe ihres Lebens infizieren. Während diese Erreger meist nur harmlose Hautwarzen hervorrufen, können bestimmte HPV-Typen bei Mädchen zum Gebärmutterhalskrebs führen.

Impfung auch für Jungen empfohlen

Nach Angaben der Stralsunder Stiftung "Betroffen" sind in Mecklenburg-Vorpommern nur rund die Hälfte aller Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren gegen HPV geimpft. Diese Impfung wird auch für gleichaltrige Jungen empfohlen, da die HP-Viren insbesondere beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können.

Kosten übernehmen Krankenkassen

Die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut hat daher im vergangenen Jahr eine Impfempfehlung ausgesprochen. Die Kosten werden seit diesem Jahr von den gesetzlichen Krankenkassen flächendeckend übernommen. Das Gesundheitsministerium unterstützt die Impfkampagne der Stiftung.

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NDR 1 Radio MV | 18.09.2019 | 07:30 Uhr

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