Stand: 18.12.2018 14:59 Uhr

Mord in der Badewanne: Plädoyers verschoben

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Vor dem Landgericht Rostock ist ein 40-Jähriger angeklagt wegen des Mordes an seiner Ex-Freundin. (Archivbild)

In Rostock haben neue Anträge gegen das Gericht den Prozess gegen einen Mann, der in Güstrow seine Ex-Freundin erstochen haben soll, verzögert. Am Dienstag stellte der Angeklagte mehrere Anträge gegen die Kammer am Landgericht Rostock wegen Menschenrechtsverletzungen. Das geplante Plädoyer der Verteidigung fiel damit aus. Das Gericht vertagte sich auf Freitag.

Monatelange Annäherung per Internet

Die Anklage ist davon überzeugt, dass der 40-jährige Unternehmer seine ehemalige Lebensgefährtin aus Eifersucht erstochen hat. Vor der Tat habe er sich der Frau über mehrere Monate angenähert. Der Mann soll dafür ein falsches Profil in einem sozialen Netzwerk benutzt haben, mit dem er die Frau über seine wahre Identität täuschte. Anfang März soll er sich dann mit einem Schlüssel in die Wohnung der Frau begeben, sie dort in der Badewanne überrascht und erstochen haben.

Mann stellt sich und spricht von Streit

Kurz nach der Tat stellte er sich der Polizei. In ersten Vernehmungen gab der Güstrower an, die Frau während eines heftigen Streits getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft weist diese Version des Geschehens zurück und fordert eine lebenslange Haft wegen Mordes. Das Urteil wird an diesem Freitag erwartet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.12.2018 | 15:40 Uhr

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