Stand: 13.03.2020 05:47 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Flächendeckende Schulschließungen nicht ausgeschlossen

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Als erste Schule im Land ist die Rostocker Christophorus-Schule vorerst geschlossen.

Die steigende Zahl der Coronavirus-Infektionen wirkt sich immer stärker auf Schulen und Hochschulen aus. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) schließt mittlerweile flächendeckende Schulschließungen nicht mehr aus. Das Ministerium hat zunächst Klassenfahrten ins Ausland untersagt.

Hier Livestream ab 11.30 Uhr: Ministerpräsidentin Schwesig äußert sich nach den gestrigen Besprechungen und zum weiteren Umgang mit dem Coronavirus.

Abschlussprüfungen sollen ermöglicht werden

Diese Fahrten sind abzusagen, in Risikogebiete sowieso, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Abzusagen seien auch Sportfeste, Wettkämpfe und Veranstaltungen, die nicht zum Kerngeschäft des Unterrichts gehörten. Die Bildungsministerin versprach, Abschlussprüfungen wie das Ende März beginnende Abitur sicherzustellen. Es werde vorgesorgt, dass Kinder und Jugendliche keine Nachteile hätten. Gleichzeitig sprach Martin von einer "dynamischen Situation".

Schwesig: "Gegen Corona einheitlich vorgehen"

Nordmagazin -

In Rostock wurde eine erste Schule vorerst geschlossen. Eine Schülerin hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig über die aktuelle Lage im Land.

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Größere Veranstaltungen bis nach Ostern untersagt

In Rostock war am Donnerstag erstmals in Mecklenburg-Vorpommern eine Schule wegen einer bestätigten Coronavirus-Infektion für zehn Tage geschlossen worden. Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) sagte alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern per Erlass ab. Das Veranstaltungsverbot gilt vorerst bis zum 19. April - also bis nach Ostern. Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern sollen "kritisch geprüft" werden, heißt es im Erlass des Gesundheitsministeriums.

Bürgertelefone zum Coronavirus

Zentrale Hotline des Wirtschafts- und Gesundheitsministeriums:
(0385) 588 - 5888
Mo. bis Do. 9 - 12 Uhr / 13 - 15 Uhr sowie Fr. 9 - 12 Uhr

Hotlines des Sozialministeriums:
(0385) 588 - 1999-7 und (0385) 588 - 19999 für Fragen rund um Krippen, Kindergärten, Horte und Kindertagespflegestellen
(0385) 588 - 19995 und (0385) 588 - 19997 für Fragen zu Pflege- und sozialen Einrichtungen
Mo. - Fr. 9 bis 18 Uhr

Hotline vom Kinderschutzbund für gestresste Eltern:
(0385) 479 - 1570
Mo. - Fr. 14 bis 17 Uhr

Seelsorge-Hotline der Nordkirche für Alte und Kranke:
(0800) 454 0106
täglich 14 bis 18 Uhr

Hotline des Landwirtschaftsministerium:
(0385) 588 - 6599
Mo. - Fr. 8 bis 17 Uhr

Gesundheitsamt Landkreis Mecklenburgische Seenplatte:
(0395) 57087 - 5330

Landkreis Vorpommern-Greifswald:
(03834) 8760 - 2300
Mo. - Fr. 8 - 20 Uhr, Sa. + So. 9 - 12 Uhr

Landkreis Vorpommern-Rügen:
(03831) 357 - 1000
E-Mail: corona-fragen@lk-vr.de

Landkreis Nordwestmecklenburg:
(03841) 3040 - 3000
Mo. bis Do. 9 - 12 Uhr / 13 - 17 Uhr sowie Fr. 9 - 12 Uhr

Landeshauptstadt Schwerin:
(0385) 545 - 3333
Mo. bis Do. 8 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 12 Uhr

Landkreis Rostock:
(03843) 7556 - 9999
Von 7 bis 22 Uhr geschaltet

Landkreis Ludwigslust-Parchim:
(03871) 722 - 8800
Mo. bis Do. 8 -12 Uhr/13 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 13 Uhr, Sa. und So. 9 - 16 Uhr

Weitere Einschränkungen in Städten und Kreisen

Der Landkreis Nordwestmecklenburg empfahl den Verzicht auf Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen. Die Stadt Schwerin untersagte Tanz- und Sportveranstaltungen sowie Konferenzen und Messen mit 200 und mehr erwarteten Besuchern. Die Stadt Parchim verbot alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern. Der Landkreis Rostock untersagte bis zum 19. April Veranstaltungen externer Veranstalter in seinen Liegenschaften, zu denen 50 oder mehr Teilnehmer erwartet werden. Dies gelte für Schulen, Sporthallen sowie die Gebäude des Landkreises.

Landtag sagt Veranstaltungen und Reisen ab

Mecklenburg-Vorpommern schwenkt mit dem Veranstaltungsverbot auf den Kurs anderer Bundesländer ein. Diese hatten das Verbot nach einer Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schon vor einigen Tagen ausgesprochen. Nach anfänglichem Zögern verzichtet inzwischen auch der Landtag auf Besuchergruppen und Veranstaltungen. Das in sechs Wochen geplante Altenparlament wurde abgesagt, ebenso Russlandreisen von Landtagspräsidentin Birgit Hesse und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

Schwesig für bundeseinheitliches Vorgehen

Mecklenburg-Vorpommern sei zwar im Ländervergleich noch wenig von Infektionen betroffen, müsse aber vorausschauend denken, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Rande eines Treffens im Kanzleramt im Gespräch mit dem NDR. Wichtig sei ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen. Es brauche jetzt einen sogenannten Nationalen Rat. Dieser könne Entscheidungen über die Grenzen der einzelnen Bundesländer hinaus treffen. Schwesig kündigte für die kommenden Tage eine Sondersitzung ihres Kabinetts an, bei der über weitere Maßnahmen beraten werde.

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Bis Donnerstagnachmittag wurden in Mecklenburg-Vorpommern laut Behörden 23 Menschen positiv getestet. Zu den jüngsten Fällen gehören vier Ärzte der Uniklinik Rostock. Sie waren nach Angaben des ärztlichen Vorstands, Christian Schmidt, alle im Skiurlaub in den Alpen. Die Arbeitsfähigkeit der Klinik sei jederzeit gewährleistet, sagte er.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 13.03.2020 | 05:30 Uhr

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