Stand: 13.12.2019 16:09 Uhr

Fahrplanwechsel: Neue IC-Verbindung führt nach Rostock

Ein doppelstöckiger InterCity-Zug der Deutschen Bahn © dpa-Zentralbild Foto: Jens Wolf
Auf der neuen Intercity-Linie zwischen Rostock und Dresden sollen laut Bahn moderne Doppelstockzüge mit WLAN eingesetzt werden. (Archivbild)

Mit dem Wechsel auf den Winterfahrplan zum 15. Dezember bietet die Deutsche Bahn auch eine neue Intercity-Strecke durch Mecklenburg-Vorpommern an. Die neue Fernverkehrsverbindung führt von Rostock über Berlin nach Dresden. Die IC-Züge machen auch in Neustrelitz und Waren an der Müritz Halt, ab Mai auch in Warnemünde und Schönefeld, wo im Oktober der Hauptstadtflughafen BER eröffnen soll.

Ab März 16 Fahrten pro Tag in modernen Doppelstockzügen

Die neue Verbindung startet mit zehn Fahrten täglich. Ab März sollen es dann 16 sein, dadurch gebe es an den Stationen einen regelmäßigen zweistündlichen Anschluss. Die Bahn will auf der neuen Linie moderne Doppelstockzüge einsetzen, die über WLAN, Bordgastronomie im Zugcafé und Platz für Fahrräder verfügen.

IC "Warnow" fährt auch sonntags

Nach Angaben der Bahn handelt es sich um die erste neue Fernverkehrslinie im Nordosten seit 18 Jahren. Erweitert wird zudem die bereits bestehende IC-Verbindung in Richtung Leipzig aus. Der IC "Warnow" fährt nun das ganze Jahr auch am Sonntag in Richtung Süden.

Mehr Regionalzüge zwischen Hamburg und Schwerin

Auch im Regionalverkehr gibt es einige Veränderungen. So verkehren die Regionalexpress-Züge zwischen Rostock, Schwerin und Hamburg häufiger. Von Montag bis Freitag sind vor allem zwischen Schwerin und Hamburg mehr Züge auf den Gleisen. Auch zwischen Schwaan und Bützow lässt die Bahn im Frühberufsverkehr mehr Züge fahren. Von Rostock nach Züssow beziehungsweise auf die Insel Rügen fährt künftig nicht mehr die Deutsche Bahn, sondern die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft ODEG.

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Ein ICE mit Neigetechnik (ICE-T) © picture-alliance / dpa Foto: Jan Woitas

Fahrplanwechsel der Bahn verspricht mehr Tempo

Ab Sonntag gilt der neue Fahrplan bei der Deutschen Bahn. Fahrgäste im Norden sollen von häufigeren und schnelleren Verbindungen profitieren. Es gibt aber auch Einschränkungen. mehr

ODEG: "Das war ein Kraftakt"

Die endgültige Entscheidung dazu war erst Ende Oktober getroffen worden. "Das war ein ziemlicher Kraftakt", sagte ODEG-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann. Aber alles sei für den Wechsel vorbereitet. Eigene Triebwagen, die die ODEG bestellt hat, seien jedoch noch nicht fertig, Reisende sollten sich deshalb nicht wundern, wenn Züge der ÖBB - also aus Österreich - einfahren.

Personal wird noch gesucht

Sechs Triebwagen und Anhänger hat sich die ODEG von dort ausgeliehen. Auch Personal wird noch gesucht. Auf der eigenen Internetseite gibt es eine große Anzeige, in das Team einzusteigen. Vor allem werden Lokführer gesucht. Rund 30 würden gebraucht, so Schuchmann. Bislang seien aber nicht einmal zehn unter festem Vertrag. Intern hat die ODEG sogar schon die "Soko Stoertebeker" gegründet, um Kollegen zeitlich befristet an die Ostseeküste zu holen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.12.2019 | 16:00 Uhr

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