Erster Spatenstich für das Justizzentrum in Schwerin. © NDR Foto: Sebastian Giebel

Erster Spatenstich für Justizzentrum in Schwerin

Stand: 23.06.2021 16:28 Uhr

28 Millionen Euro wird der Bau des neuen Justizzentrums in Schwerin kosten. Vier solcher Zentren gibt es im Land - Schwerin wird das größte werden.

Das Großprojekt soll Ende 2025 fertig werden, so sieht es der Plan vor. Ob das allerdings eingehalten werden kann und ob die 28 Millionen Euro ausreichen, dazu hat Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) bereits leichte Zweifel angedeutet. Hinter dem historischen, denkmalgeschützten Gerichtsgebäude entstehen zwei vierstöckige Neubauten, die für Büros und eine Biblikothek vorgesehen sind. Neue Verhandlungssäle wird es dort nicht geben. Für Verhandlungen stehen weiter die Säle im historischen Gebäude zur Verfügung. Dort sitzt auch das für Westmecklenburg zuständige Landgericht. Bisher war die Rechtsprechung in Schwerin auf mehrere Standorte verteilt.

Neues Gebäude wird Digitalisierung gerecht

Fünf Gerichte haben künftig ihr Zuhause im neuen Justizzentrum, sagte Justizministerin Katy Hofmeister (CDU). "Das Schöne ist, dass wir tatsächlich in einen Neubau einziehen können, was bedeutet, dass wir alle - vor allem mediale - Anschlüsse haben werden. Die ermöglichen uns, den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, nämlich der Digitalisierung. Damit meine ich nicht nur die elektronische Akte, sondern auch Video-Vernehmung, Video-Konferenzen und ähnliches". In den nördlichen Neubau, der zuerst entsteht, dürfen die Mitarbeiter vom Amtsgericht einziehen. Sie haben ihre Büros seit 1990 in Containern, die eigentlich als Provisorium vorgesehen waren.

Verhandlungen sollen trotz Baustelle weiterhin stattfinden

Dass die Baustelle am viel befahrenen Obotritenring liegt, stellt eine große Herausforderung dar. Robert Klaus, Chef des Staatlichen Amtes für Bau und Liegenschaften, hat versprochen, dass die An- und Abtransporte so geregelt werden, dass es möglichst wenig Verkehrsprobleme gibt. Parkplätze sind in der Gegend jetzt schon Mangelware. Auch die sollen nicht übermäßig durch Baufahrzeuge belegt werden. Außerdem muss beim Bau darauf geachtet werden, dass im historischen Gerichtsgebäude weiterhin Verhandlungen stattfinden können. Dazu soll es Zeitfenster geben, in denen keine lauten Bauarbeiten durchgeführt werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.06.2021 | 17:00 Uhr

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