Stand: 13.03.2020 20:32 Uhr

Coronavirus: Glawe bietet Wirtschaft Soforthilfe an

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) spricht in ein Mikrofon. © NDR Foto: Virginie Konarski
Das Hilfspaket solle die Auswirkungen der Corona-Krise eindämmen, erklärte Wirtschaftsminister Glawe.

Als Reaktion auf erste Liquiditätsengpässe bei Unternehmen infolge der Coronavirus-Epidemie bietet die Landesregierung in Schwerin finanzielle Hilfe. Um diesen Unternehmen schnell und unbürokratisch helfen zu können, habe das Wirtschaftsministerium ein 100-Millionen-Euro-Hilfsprogramm geschnürt mit dem Ziel, die Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft einzudämmen, erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Freitag in Schwerin.

Bürgschaftsbank verdoppelt Volumen für Bankenkredite

Zu dem Hilfspaket gehöre ein Sonderprogramm für Landesbürgschaften, durch das besonders von der Coronakrise betroffene Unternehmen innerhalb von ein bis zwei Wochen eine Zusage erhalten könnten. Die Bürgschaftsbank des Landes verdopple das Bürgschaftsvolumen für Kredite von Hausbanken auf bis zu 2,5 Millionen Euro. Über Bürgschaften für Kredite von bis zu 250.000 Euro werde in einem vereinfachten Verfahren kurzfristig entschieden, hieß es.

Auch für Kleinstbetriebe und Freiberufler

Kleinstbetriebe und Freiberufler können laut Glawe auf Antrag kurzfristig rückzahlbare Zuschüsse von maximal 20.000 Euro erhalten. Bereits bewilligte Investitionszuschüsse an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft werden nach Angaben des Ministeriums beschleunigt ausgezahlt. Auch für Forschungsprojekte oder kommunale Infrastrukturmaßnahmen gebe es schneller Fördergeld.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 13.03.2020 | 20:00 Uhr

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