Corona-Schnelltestzentrum an deutsch-polnischer Grenze

Stand: 13.03.2021 13:19 Uhr

Am deutsch-polnischen Grenzübergang in Linken ist am Sonnabend ein Corona-Schnelltestzentrum eröffnet worden. Ein zweites folgt am Dienstag in Ahlbeck auf Usedom. Pendler aus Polen können sich schneller und günstiger testen lassen als bisher.

Wer zum Arbeiten über die deutsch-polnische Grenze muss, braucht weiterhin alle zwei Tage einen negativen Schnelltest. Jetzt fallen aber die langen Umwege weg, der Test kann also direkt auf dem Weg zur Arbeit gemacht werden und das Ergebnis ist schon nach 15 Minuten da. Der Termin wird über das Internet gebucht. Dort müssen persönliche Daten eingegeben und die gewünschte Zeit ausgewählt werden. Am Testzentrum wird der Abstrich dann von geschultem Personal am Fenster durchgeführt, der Getestete kann weiter zur Arbeit fahren und bekommt das Ergebnis per Mail zugesandt. Stand jetzt kosten die Tests 10 Euro für Pendler und 20 Euro für alle anderen. Ein Test pro Person pro Woche ist kostenlos. Zwischen Land und Bund laufen noch Gespräche für weitere Kostenübernahmen.

Nordwestmecklenburg weiht Schnellteststationen ein

Bereits am Freitag hatte der Landkreis Nordwestmecklenburg drei Schnellteststationen eröffnet. Dort kann sich jeder, der im Kreisgebiet lebt, kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Um die Zahl der Neuinfektionen zu senken, hat die Kreisverwaltung 10.000 Schnelltests bestellt - und die kommen nun in Wismar, Grevesmühlen und Gadebusch zum Einsatz.

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Überbrückung für Tests des Bundes

Zum Auftakt waren am Freitag die Stationen von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Regulär können sich Berechtigte immer montags bis sonnabends dort testen lassen. Sie sollten sich nach Einschätzung eines Kreissprechers jedoch auf längere Wartezeiten einrichten. Er rechnet mit einem großen Interesse. Gedacht sind die Tests nur als Überbrückung, bis die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigten Schnelltests verfügbar sind.

Weitere Testzentren im Kreis Ludwigslust-Parchim

Das Technische Hilfswerk in Ludwigslust hat am Freitagnachmittag fast 500.000 Schnelltests geliefert bekommen. Diese sollen an die Schulen im ganzen Land verteilt werden. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat für Montag die Eröffnung der ersten kommunalen Schnelltestzentren im zweitgrößten Landkreis Mecklenburg-Vorpommerns angekündigt. Der Auftakt werde in Ludwigslust, Parchim und Lübtheen gemacht, erklärte Landrat Stefan Sternberg (SPD). Schrittweise soll das Netz kommunaler Schnelltestzentren in Ludwigslust-Parchim auf 16 Stück bis zum 24. März wachsen.

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Keine extra Einrichtungen in Schwerin

Die Landeshauptstadt Schwerin hingegen will keine kommunale Infrastruktur für Schnelltests aufbauen. Dies sollen hauptsächlich Apotheken leisten. Außerdem gebe es ein privates Testzentrum, so eine Sprecherin. Rostock hat sich nach Angaben der städtischen Pressestelle noch nicht entschieden. Es gebe bereits mehrere Apotheken, die diesen Service anböten. Ob der Bedarf tatsächlich ein eigenes Zentrum mit Einsatz kommunaler Ressourcen rechtfertige, solle im Laufe der nächsten Woche entschieden werden.

Seenplatte: Tests nur in Apotheken oder Arztpraxen

Auch der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte richtet keine eigenen Schnelltestzentren ein, wie eine Sprecherin sagte. Wer einen kostenlosen Schnelltest vornehmen möchte, könne das von kommendem Montag an in Apotheken oder in Arztpraxen erledigen lassen. Der Landkreis sei zudem in Gesprächen mit Trägern sozialer Einrichtungen, mit der Bitte, dass sie sich bereit erklären, zusätzlich Stützpunkte für Schnelltests einzurichten.

Vorpommern: Mehrere Testzentren ab Montag geöffnet

Im Landkreis Vorpommern-Rügen sollen Testzentren in Stralsund, Ribnitz-Damgarten und Grimmen von Montag an Schnelltests anbieten. Für ein weiteres Testzentrum in Bergen auf Rügen sei man in der Endabstimmung, hieß es am Freitag vom Landkreis. Zudem würden Apotheken in Bergen, Sassnitz, Velgast und Stralsund ab Montag Tests vornehmen.

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Smartphone Telefon-Tastatur. © iStockphoto Foto: Krystian Nawrockii

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 13.03.2021 | 08:00 Uhr

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