Stand: 01.05.2020 12:39 Uhr

Corona: Rettungsschwimmer starten mit Notbesetzung

Ahlbeck auf Usedom: Sebastian Antczak, Wachleiter und Rettungsschwimmer bei der DRK-Wasserwacht, steht am Strand von Ahlbeck. © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer
Wegen der Corona-Pandemie ist an den Stränden aktuell nicht viel los. Die Rettungsschwimmer sind mit einer Notbesetzung vor Ort.

Auf der Insel Usedom startet die DRK-Wasserwacht wegen der Corona-Krise mit einer Notbesetzung in die Saison. Hauptamtliche Mitarbeiter besetzen die Wachtürme an den Stränden der Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Zinnowitz und Karlshagen sollen demnach am 15. Mai folgen. Wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ist es an den Stränden derzeit sehr ruhig. Deshalb soll die Wasserwacht bis auf weiteres in der Notbesetzung bleiben. Auch in anderen Ostseebädern geht die Saison nach Absprachen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit Badestellenbetreibern und Kurverwaltungen erst Mitte Mai los.

Hauptamtliche Mitarbeiter sichern Strände der Kaiserbäder

In Heringsdorf blickt Rettungsschwimmer Sebastian Antczak über den leeren Strandabschnitt. Er wird in der jetzt beginnenden Saison vor Ort nur mit drei weiteren Rettungsschwimmern im Einsatz sein. "Normalerweise starten wir so mit zehn Rettungsschwimmern, jetzt sind wir zu viert. Es fühlt sich natürlich schon ein bisschen komisch an." Insgesamt werden vom 1. Mai an auf der Insel Usedom sechs hauptamtliche Mitarbeiter der DRK-Wasserwacht eingesetzt. Neben den vier Rettungsschwimmern in Heringsdorf noch jeweils ein Retter in Zinnowitz und einer in Karlshagen.

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Vorerst keine Ehrenamtlichen im Einsatz

Auf ehrenamtliche Rettungsschwimmer muss erstmal verzichtet werden. Auch weil viele derzeit gar nicht einreisen können. Seit Jahren setzen die Verbände auf ein bunt gemischtes Team aus ganz Deutschland und Polen, in der Hochsaison kommen bis zu 80 Prozent der Rettungsschwimmer extra in den Nordosten, so Antczak. "Ohne die freiwilligen Helfer könnten wir den Strandbetrieb gar nicht aufrechterhalten. Wenn man die Statistiken sieht, wie viele Badeunfälle es im letzten Jahr gab, wie viele medizinische Notfälle es am Strand gab, wäre das ganz anders ausgegangen ohne die freiwilligen Helfer. Und die Stimmung bei unseren ehrenamtlichen Rettern ist natürlich maximal getrübt."

Haupttürme sollen Mitte Mai besetzt werden

In Anbetracht der Tatsache, dass am Strand aktuell gar nichts los sei, sei die Rettungsschwimmer- Notbesetzung in den Augen der DRK-Wasserwacht schon sinnvoll. Schließlich wolle man helfen, die Pandemie einzudämmen, so Antczak weiter. Ob die Notbesetzung mit Blick auf die schrittweise Öffnung der Region für den Tourismus ausreichend ist, wird sich zeigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 01.05.2020 | 12:00 Uhr

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