Ein Feuerwehrauto fährt mit Blaulicht aus einer Feuerwache heraus. © NDR Foto: Julius Matuschik

Brand und Explosivstoffe: Mann aus Güstrow in U-Haft

Stand: 14.10.2020 08:53 Uhr

Gegen einen 28-jährigen Güstrower ist Haftbefehl wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung erlassen worden. Er soll in einem Mehrfamilienhaus Feuer gelegt und möglicherweise Explosivstoffe platziert haben.

Nach einem Feuer und dem Fund einer unbekannten Substanz in einem Wohnhaus in Güstrow (Landkreis Rostock) ist gegen einen Mieter Haftbefehl erlassen worden. Der 29-jährige wurde am Dienstag laut Polizei in eine Haftanstalt gebracht. Gegen den Güstrower, der wegen anderer Delikte polizeibekannt ist, wird wegen versuchter schwerer Brandstiftung ermittelt, so die Staatsanwaltschaft. Die genauen Umstände des Vorfalls vom Montag würden aber noch ermittelt.

Haus wird innerhalb eines Tages zweimal evakuiert

Das Mehrfamilienhaus in Güstrow musste innerhalb eines Tages gleich zweimal evakuiert werden. Erst wegen einer mutmaßlichen Brandstiftung und dann wurden auch noch möglicherweise explosive Stoffe gefunden. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

Brand an Gasflasche im Treppenhaus

Im Flur des Wohnhauses mit sechs Wohnungen war in der Nacht zu Montag ein Feuer an einer Gasflasche ausgebrochen. Polizei und Feuerwehr brachten die fünf Hausbewohner nach draußen. Das Feuer erlosch laut Polizei von selbst. Im Treppenhaus entstand Sachschaden. In der Wohnung eines 29-jährigen Mieters fanden die Beamten verschiedene Substanzen und Utensilien, die vermutlich eine Explosion auslösen sollten.

Mann im Stadtgebiet festgenommen worden

Der Mann war währenddessen nicht vor Ort, wurde aber später im Güstrower Stadtgebiet vorläufig festgenommen. Am Dienstagnchmittag kam der Munitionsbergungsdienst, um das gefundene Pulver sicher zu bergen. Worum es sich handelt, war zunächst unklar. In der Wohnung sollen sich weitere verdächtige Utensilien befunden haben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.10.2020 | 10:00 Uhr

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