Stand: 10.07.2019 12:32 Uhr

Bodycams für Polizei: Erste Auswertung läuft

In Mecklenburg-Vorpommern hat nach der Testphase mit den sogenannten Bodycams für Polizisten die Auswertung begonnen. Hintergrund des Projekts mit den Körperkameras ist Gewalt gegen Polizeibeamte im Einsatz. Beamte aus den Hauptrevieren Anklam, Schwerin und Rostock-Reutershagen hatten bis Anfang dieses Jahres sieben Monate lang drei verschiedene Modelle von Körper-Kameras ausprobiert, sagte Michael Teich vom Innenministerium.

Deeskalierende Wirkung bestätigt

Erste Erfahrungen zeigten, dass die Kameras bei der täglichen Polizeiarbeit in vielen Fällen eine deeskalierende Wirkung hätten, so Teich. Lediglich angetrunkene oder unter Drogen stehende Personen würden in einigen Fällen durch Bodycams nicht abgeschreckt. Die Beamten dürfen mit den Körperkameras an öffentlich zugänglichen Orten Bild- und Tonaufzeichnungen anfertigen und speichern. Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch Aufnahmen in Wohn- und Geschäftsräumen sowie auf Privatgrundstücken möglich.

Auswertung dauert an

Für den Einsatz der Körperkameras war das Sicherheits- und Ordnungsgesetz des Landes geändert worden. Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow hat die siebenmonatige Testphase wissenschaftlich begleitet. Ob tatsächlich Beamte in Mecklenburg-Vorpommern künftig mit Körperkameras ausgerüstet werden, will das Innenministerium entscheiden, sobald die Auswertung abgeschlossen ist. Erst danach wird geklärt, welche Technik die gesamte Landespolizei anschafft.

Weitere Informationen

Bodycams für Polizei: Testphase abgeschlossen

15.02.2019 06:00 Uhr

Die testweise Ausstattung von Polizisten mit Körperkameras in drei Städten Mecklenburg-Vorpommerns geht heute zu Ende. Nach der Auswertung wird entschieden, welches Modell die Landespolizei erhält. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.07.2019 | 06:00 Uhr

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