Stand: 20.06.2020 15:01 Uhr

Berufsfeuerwehren: Erste Ergebnisse der Krebsstudie 2021

Drei Feuerwehrmänner in Uniform kehren ihren Rücken zur Kamera. © imago/penofoto Foto: imago/penofoto
Die Universität Greifswald untersucht das Krebsrisiko bei Berufsfeuerwehrleuten. (Symbolbild)

Die Vorbereitungen für eine Studie zum Krebsrisiko bei Feuerwehrleuten in Mecklenburg-Vorpommern sind nach neun Monaten abgeschlossen. Bis Ende Juni nächsten Jahres soll es erste Ergebnisse geben. Die Universität Greifswald wird die Studie erstellen, für die das Land rund 60.000 Euro zur Verfügung stellt. Der Vertrag sei unterschriftsreif, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Krebsfälle bei Berufsfeuerwehr Neubrandenburg

Es gehe um eine Einzelfallstudie zur Berufsfeuerwehr Neubrandenburg. Untersucht werden soll das Krebsrisiko der Feuerwehrleute im Vergleich zum Durchschnitt der Bevölkerung. Fast jedes Jahr erkrankt ein Mitglied der Berufsfeuerwehr in Neubrandenburg an Krebs. Neun Feuerwehrleute sind seit 2003 daran gestorben. In Rostock, Schwerin, Wismar, Stralsund und Greifswald hatten die Städte auf Nachfrage von NDR 1 Radio MV angegeben, keine Erkenntnisse zu Krebserkrankungen bei den Mitarbeitern ihrer Berufsfeuerwehren zu haben.

Weitere Studie wird bundesweit erstellt

Auch deutschlandweit wird derzeit eine Studie erstellt, die sich mit allen Risiken befasst, denen Feuerwehrleute ausgesetzt sind. Interessenvertreter der Berufsfeuerwehren verlangen, dass Krebs als Berufskrankheit anerkannt wird.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 20.06.2020 | 15:00 Uhr

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