Stand: 08.08.2018 18:00 Uhr

500 Meter langes "Geisternetz" aus der Ostsee geborgen

Vor Warnemünde haben Taucher ein fast 500 Meter langes herrenloses Fischerei-Stellnetz aus der Ostsee geborgen. Wie die Umweltorganisation WWF mitteilte, erfolgte die Aktion in ihrem Auftrag.

Todesfalle für Meerestiere

Ein Mitarbeiter der Universität Rostock hatte das sogenannte Geisternetz beim Schnorcheln in der Ostsee entdeckt und den WWF auf die Position hingewiesen. Das herrenlose Stellnetz habe zahlreichen Meerestieren das Leben gekostet, hieß es vom WWF. Die Taucher hätten bis zu 70 Fischkadaver sowie zwei erstickte Kormorane darin entdeckt. Vor allem Schollen, Flundern, Steinbutt und Dorsche hätten sich im Netz verstrickt.

Stellnetz war unmarkiert

Herumgeisternde Stellnetze könnten für Fische, Seevögel, Robben und Schweinswale zur Todesfalle werden. Das "Geisternetz" vor Warnemünde ist mittlerweile aus dem Wasser geholt worden. Es sei nicht markiert gewesen, so der WWF. Berufsfischer hätte allerdings die Pflicht, dies zu tun. Die Umweltschützer setzen sich für eine generelle Kennzeichnungspflicht ein.

Weitere Informationen

Umweltschützer wollen "Geisternetze" recyceln

Verlassene Fangnetze in der Ostsee bedrohen Meerestiere und die Schifffahrt. Umweltschützer des WWF wollen diese "Geisternetze" mit modernster Technik bergen und weiterverwerten. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.08.2018 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:51
Nordmagazin
00:41
Nordmagazin

Nandu-Zählung im Biosphärenreservat Schaalsee

10.12.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin
00:59
Nordmagazin

Demonstration in Stern Buchholz

10.12.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin