Stand: 26.11.2019 11:21 Uhr

38 Millionen Euro: Alte Post in Schwerin wird saniert

Gebäude der alten Post in der Innenstadt von Schwerin © NDR Foto: NDR
Die mehr als 400 Räume im Gebäude des alten Postamts sollen bis 2026 saniert werden. (Archivbild)

Das Land Mecklenburg-Vorpommern will 38 Millionen Euro in das ehemalige Postgebäude in der Schweriner Innenstadt investieren. In dem Gebäude, das seit sieben Jahren leer steht, sollen künftig Landesbedienstete arbeiten. Die mehr als 400 Räume sollen in fünf bis sieben Jahren saniert sein, erklärte Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) bei einem Bürgerforum am Montag in Schwerin. "Der Kaufvertrag ist unterschrieben."

Platz für Tausende Landesbedienstete benötigt

In Schwerin arbeiten derzeit rund 5.000 Landesbedienstete. Für viele müssen Büros angemietet werden, weil die landeseigenen Liegenschaften laut Meyer nicht ausreichen. Das alte Postamt wurde 1892 errichtet. Bis 2012 wurde der Gebäudekomplex von der Deutschen Post AG genutzt. Meyer hob hervor, dass mit dem Kauf des Gebäudes die Unterbringung der Landesbediensteten mit einem Beitrag zur Stadtentwicklung verbunden werden könne. Es sei geplant, die Hoffläche zu begrünen und den Durchgang von der Mecklenburgstraße zum Dom wieder öffentlich zugänglich zu machen.

Museum und Gericht: Weitere Investitionen geplant

Nach Auskunft von Meyer will die Landesregierung in weitere Gebäude in Schwerin investieren. So entstehen vom kommenden Jahr an am Demmlerplatz hinter dem Amtsgericht für 28 Millionen Euro drei Gerichtsgebäude. Auch das Hauptgebäude des Staatlichen Museums soll saniert werden.

Ein Drittel der Landesmittel floss nach Schwerin

Schwerin hat seit der Wiedervereinigung 433 Millionen Euro für Baumaßnahmen vom Land erhalten, das ist etwa ein Drittel der Summe, die im ganzen Land investiert wurde. Allein die Restaurierung des Schlosses kostete bisher 132 Millionen Euro.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.11.2019 | 06:00 Uhr

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