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Nach dem Tod von George Floyd

Montag, 15. Juni 2020, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

George Floyds Bruder Terrence Floyd bei einer Demonstration in Minneapolis. © dpa picture alliance Foto: Bebeto Matthews

Der Tod von George Floyd und die Rassismusdebatte in den USA

NDR Info - Das Forum -

Der tödliche Polizeieinsatz gegen den Afroamerikaner Georg Floyd hat in den USA Massenproteste ausgelöst - und eine neue Rassismusdebatte entfacht.

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Die Rassismusdebatte in den USA
Ein Feature von
Julia Kastein, Arthur Landwehr und Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

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In den USA halten die Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus weiter an.

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in der Großstadt Minneapolis hat in den USA Massenproteste ausgelöst - gegen Rassismus und gegen Polizeigewalt. Ein weißer Beamter hatte dem 46-jährigen Mann sein Knie fast neun Minuten in den Nacken gedrückt - trotz Bitten Floyds, ihn atmen zu lassen. Die Ermittler klagten den Polizisten daraufhin unter anderem wegen Mordes zweiten Grades an. Auch drei weitere am Einsatz beteiligte Polizisten wurden angeklagt.

US-Präsident Trump sieht wenig Handlungsbedarf

US-Präsident Donald Trump sieht in den Reihen der Polizei kein grundlegendes Rassismusproblem. "Es gibt immer einen faulen Apfel, egal wohin man schaut", sagte Trump am vergangenen Donnerstag bei im texanischen Dallas. Es gebe nicht sehr viele davon bei der Polizei. Trump rief zum Kampf gegen Intoleranz und Vorurteile auf, kritisierte aber die derzeitigen Massenproteste. Man komme nicht voran, indem man Millionen Amerikaner als Rassisten bezeichne. Einen Tag später wurde in Atlanta erneut ein schwarzer Amerikaner von einem weißen Polizisten auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants bei der Festnahme niedergeschossen.

Die Stimmung im Land ist aufgeheizt. Die Massenproteste machen deutlich: Die amerikanische Gesellschaft muss sich auch heute noch mit dem alltäglichen Rassismus auseinandersetzen.