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Verzweifelt im "sicheren Drittland"

Dienstag, 13. August 2019, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Ein Guatemalteke mit großem Gepäck würde gern Waren über den Fluss nach Mexiko bringen. © dpa picture alliance Foto: Migual Juarez Lugo

Verzweifelt im "sicheren Drittland" - Trump verschärft Flüchtlingskrise

NDR Info - Das Forum -

US-Präsident Trump hat Guatemala zum "sicheren Drittland“ erklärt. Ein Trick, mit dem die Flüchtlinge ausgebremst werden sollen, die in die USA wollen.

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Trump verschärft Flüchtlingskrise an der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala
Eine Reportage von Anne Demmer

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Der Fluss Suchiate zwischen Guatemala und Mexiko wird immer stärker kontrolliert, da hier viele Flüchtlinge übersetzen.

Der amerikanische Präsident Trump hat Guatemala zum „sicheren Drittland“ erklärt. Ein Trick, mit dem die Flüchtlinge ausgebremst werden sollen, die aus den mittelamerikanischen Staaten in die USA einreisen wollen. Denn die sollen nun die Grenze von Mexiko nach USA gar nicht mehr erreichen, sondern schon in Guatemala zurückgeschickt werden.

Dabei ist Guatemala ebenso wenig “sicher“ wie Honduras oder El Salvador, die Länder, aus denen die Armutsflüchtlinge kommen. Es gibt kaum Arbeit dort, aber jede Menge Drogenhändler und Kriminalität. Trump weiß das. Trotzdem hat er das kleine Guatemala gezwungen, sich als „sicheres Drittland“ zur Verfügung zu stellen, andernfalls würden die USA Strafzölle verhängen. Die USA sind der größte Handelspartner Guatemalas.

Der am Sonntag zum neuen Präsidenten Guatemalas gewählte Alejandro Giammattei, ein konservativer Politiker, erklärte zwar gleich nach der Abstimmung, er hoffe, Donald Trump werde sich umstimmen lassen. Doch damit rechnet niemand mehr. Allenfalls könnten US-amerikanische Gerichte die Pläne Trumps noch stoppen. Anne Demmer hat die Grenzregion besucht.

Das Manuskript der Sendung zum Download
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Verzweifelt im "sicheren Drittland"

Immer mehr Flüchtlinge aus Mittelamerika werden von Mexiko nach Guatemala abgeschoben. Grund dafür sind ein Abkommen zwischen den USA und Guatemala. Download (202 KB)