Stand: 26.03.2018 16:09 Uhr

Bernd Musch-Borowska: "Fasziniert von Gegensätzen"

Die Exotik ferner Länder hatte für mich schon immer eine ganz besondere Anziehungskraft. Während meines Studiums jobbte ich bei der Tagesschau und schnell war mir klar, Auslandskorrespondent, das ist mein Traumjob.

Bewegende Laufbahn als Reporter

Bernd Musch-Borowska © NDR/Cordula Kropke Foto: Cordula Kropke
Bernd Musch-Borowska begeistern die verschiedenen Facetten der Länder

Seit über 30 Jahren bin ich Radiojournalist, war als ARD-Korrespondent in Warschau und in Singapur und bin jetzt in Neu-Delhi. Ich habe den Beitritt Polens in die Europäische Union journalistisch begleitet, habe über Tsunamis und Erdbeben in Indonesien berichtet sowie über Militärputsche in Thailand, Wirbelstürme auf den Philippinen und Buschbrände in Australien. Und ich habe die Inselstaaten im Südpazifik besucht, die bei einem weiteren Anstieg des Meeresspiegels von der Landkarte verschwinden werden. Als Krisenreporter war ich in der Ukraine und habe in Donezk den Ausbruch des Krieges hautnah miterlebt.

Breites Themenspektrum

Südasien ist eine neue Herausforderung. Von Neu-Delhi aus reise ich durch die gesamte Region und berichte dabei über Krieg und Terror in Afghanistan, über Naturkatastrophen, wie Erdbeben in Nepal und Überflutungen in Bangladesch, über religiösen Fanatismus in Pakistan und fremde Traditionen und religiöse Rituale in Indien.

Neu-Delhi als Ort der Gegensätze

Auch das Leben in Neu-Delhi selbst ist eine Herausforderung: Extreme Hitze im Sommer, gesundheitsschädliche Luft im Winter, Gesundheitsgefahren durch verseuchtes Wasser und katastrophale hygienische Bedingungen. Und doch versprühen die Menschen hier in Südasien Lebensfreude und Optimismus, die bei vielen farbenfrohen Festen zum Ausdruck kommen und deren Ansteckungskraft man sich kaum entziehen kann. Für jedes Problem gibt es eine Lösung, auch wenn es manchmal eine Weile dauert und mehrere Anläufe benötigt. Wer nach Indien kommt und keine Geduld hat, der lernt sie hier – so lautet ein Kalenderspruch – wer nach Indien kommt und Geduld hat, der verliert sie hier. Zugleich ist Indien ein Ort der Spiritualität, die Wiege zahlreicher Meditationstechniken und die Heimat verschiedener Yoga-Gurus, deren Lehren die Lebensweisen vieler Menschen auf der ganzen Welt beeinflusst haben.

Weitere Informationen
Korrespondenten Silke Diettrich und Peter Gerhardt vom ARD-Studio in Neu Delhi © Silke Diettrich Foto: Silke Diettrich

Die Korrespondenten: Reporter-Leben in Neu-Delhi

Silke Diettrich und Bernd Musch-Borowska berichten für die ARD aus Neu-Delhi. In ihrem Podcast erzählen sie über die große Herausforderung, in ganz Südasien unterwegs zu sein. mehr

Das Radio-Team in Neu-Delhi feiert Weihnachten.

Bilder vom Korrespondenten-Alltag in Südasien

Erdbeben in Nepal, Smog in Indien, 45 Grad im Frühling, gefährliche Fahrten durch Afghanistan: Silke Diettrich zeigt Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Infoprogramm | 29.03.2018 | 10:00 Uhr

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