Ein Schüler meldet sich im Unterricht. © picture alliance/dpa/Christoph Soeder

So starten Hamburgs Schüler ins neue Schuljahr

Stand: 05.08.2021 14:50 Uhr

Sechs Wochen Sommerferien sind zu Ende: Hamburgs Schülerinnen und Schüler sind am Donnerstag ins neue Schuljahr gestartet. Angesichts steigender Corona-Zahlen findet der Schulbeginn erneut unter besonderen Bedingungen statt. Und einige müssen erst mal ganz draußen bleiben.

Behörden-Plakate mit einer Warnung hängen an den Schultüren und weisen darauf hin, wer das Schulgelände nicht betreten darf. Das betrifft vor allem Kinder und Jugendliche, die gerade erst aus einem Corona-Hochinzidenzgebiet oder einem Virusvariantengebiet zurückgekommen sind.

Elternerklärung und möglicherweise Test nötig

Schulen verschickten am Mittwoch per E-Mail ein aktuelles Hinweisschreiben der Schulbehörde (Download), das Eltern ihren Kindern zum Schulstart ausgefüllt und unterschrieben mitgeben sollen. Dort mussten Eltern angeben, ob ihre Kinder in den vergangenen zehn Tagen in einem Risikogebiet oder in den letzten 14 Tagen in einem Virusvarianten- oder Hochinzidenzgebiet waren. In beiden Fällen sollten auch Testnachweise vorgelegt werden.

Welche Länder dazu zählen und welche Test- oder Quarantäne-Vorschriften dann gelten, darüber können sich Eltern oder volljährige Schülerinnen und Schüler auf der Hamburger Behörden-Seite oder der Internetseite des Robert Koch-Instituts informieren.

Was in der Schule zu beachten ist

Der Unterricht startete am Donnerstag ohne Wechsel- oder Distanzunterricht, aber mit einigen Sicherheitsmaßnahmen. Schulsenator Ties Rabe (SPD) sprach am Dienstag von einem "Fünf-Stufen-Sicherheitskonzept":

  • Die Schulbeschäftigten sind zum großen Teil geimpft - etwa 80 Prozent.
  • Alle Schülerinnen und Schüler müssen sich zwei Mal pro Woche testen.
  • In den Schulgebäuden müssen medizinische Masken getragen werden.
  • Die Unterrichtsräume werden alle 20 Minuten für fünf Minuten gelüftet.
  • Bis zu den Herbstferien sollen mobile Lüftungsgeräte in nahezu allen 12.000 Klassenräumen stehen.

Präsenzpflicht bleibt aufgehoben

Insgesamt wurden an den 376 staatlichen und 97 privaten Schulen der Hansestadt rund 257.000 Jungen und Mädchen erwartet - mehr denn je. Die Erstklässlerinnen und Erstklässler und die Vorschulkinder haben ihren großen Tag erst am kommenden Dienstag beziehungsweise Mittwoch. Die Präsenzpflicht bleibt bis zu den Herbstferien aufgehoben - besorgte Eltern müssen ihre Kinder also nicht in die Schule schicken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.08.2021 | 06:00 Uhr

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