Peter Tschentscher © picture alliance / dpa Foto: Ulrich Perrey

Lockdown-Lockerung? Tschentscher gegen "Automatismus"

Stand: 08.02.2021 14:01 Uhr

Am Mittwoch soll eine neue Bund-Länder-Konferenz darüber beraten, wie es mit dem Corona-Lockdown nach dem 14. Februar weitergeht. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) rechnet mit einer Verlängerung des Lockdowns.

In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) sprach er sich gegen automatische Lockerungen der Corona-Beschränkungen bei einem Inzidenzwert unter 50 aus. "Es darf keinen Automatismus geben. Wir brauchen eine Einschätzung der Gesamtlage und müssen sehr vorsichtig bleiben." In Hamburg lag der Wert am Montag bei 70.

Kitas und Grundschulen als Erstes

Nur die aktuellen Corona-Zahlen und der Sieben-Tage-Wert reichten dafür nicht aus, so der Bürgermeister. Es müssten alle Daten genau beobachtet werden, also auch, wie schnell sich das Virus nach wie vor ausbreitet. Wenn es Lockerungen gebe, dann seien erst mal Kitas und Grundschulen dran.

Noch sei der Impfstoff knapp, sagte Tschentscher der "FAZ". Doch wenn sich das ab April oder Mai ändert, müsse man aufpassen, dass die Impfzentren dann nicht plötzlich überfordert seien. Man sollte jetzt schon prüfen, ob und wann man die Impfkapazitäten in den Ländern erhöhen müsse.

Erste AstraZeneca-Impfdosen sind da

Unterdessen soll in dieser Woche in Hamburg auch der neue Impfstoff von AstraZeneca erstmals zum Einsatz kommen. Gut 7.000 Dosen sind nach Angaben der Sozialbehörde am Sonnabend in der Hansestadt eingetroffen. Rettungspersonal und Pflegekräfte sollen damit geimpft werden. Dieser Impfstoff wird nur für Menschen unter 65 Jahren empfohlen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.02.2021 | 14:00 Uhr

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