Impfzentrum in den Hamburger Messehallen geschlossen

Stand: 31.08.2021 20:15 Uhr

Nach achtmonatigem Betrieb und mehr als einer Million Corona-Schutzimpfungen ist das Hamburger Impfzentrum am Dienstagabend geschlossen worden.

Am letzten Tag gab es in einem der größten Impfzentren Deutschlands noch einmal regen Zulauf. Insgesamt rund 6.000 Frauen und Männer kamen am Dienstag in die Messehallen, wobei der Großteil eine Zweitimpfung mit dem Vakzin von Biontech erhielt. Kurzentschlossene konnten sich auch eine Einmalimpfung mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson geben lassen.

Gute Stimmung, aber auch Wehmut

Der Ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dirk Heinrich, berichtete von einer guten Stimmung am Schlusstag. Die Kolleginnen und Kollegen machten Selfies, es gebe Kaffee und Kuchen, manche Beschäftigte trügen Hütchen. Allerdings herrsche unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Wehmut, denn in den acht Monaten seit Eröffnung des Impfzentrums Anfang Januar sei wirklich ein Team zusammengewachsen. Das Impfzentrum hatte bis zu 4.400 Beschäftigte, darunter mehr als 1.000 medizinische Fachangestellte und knapp 900 Ärztinnen und Ärzte.

Kosten bei rund 106 Millionen Euro

In den vergangenen acht Monaten wurden nach Angaben der Sozialbehörde gut 1,16 Millionen Impfungen in den Messehallen verabreicht. Die Kosten, die je zur Hälfte vom Bund und der Stadt getragen werden, belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 106 Millionen Euro. Die Schließung erfolge planmäßig, erklärte die Sozialbehörde. Der Vertrag laufe aus, ein weiterer Betrieb wäre nicht mehr wirtschaftlich. "Alle, die sich dort impfen lassen wollten, haben das auch gemacht", sagte eine Sprecherin.

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Sonder-Impfaktionen gibt es zum Beispiel am Freitag im Volksparkstadion oder in der Elbphilharmonie.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 31.08.2021 | 19:30 Uhr

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