Stand: 28.07.2020 20:31 Uhr  - Hamburg Journal

Hamburger Schulklassen lernen wieder gemeinsam

Nach den Sommerferien sollen alle Hamburger Schülerinnen und Schüler einer Klasse wieder gemeinsam unterrichtet werden. Am 6. August werden alle Schulen der Stadt mit umfassenden Unterrichts- und Ganztagsangeboten starten, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag bei der Landespressekonferenz. Es sei aber noch kein uneingeschränkter Regelbetrieb möglich. "Wir werden nach Kohorten trennen", sagte Rabe. Das heißt, dass nur Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs miteinander Kontakt haben sollen.

VIDEO: Corona: Hygiene-Konzept für Schulen steht (3 Min)

Corona-Einschränkungen an Schulen bleiben

Vorsichtshalber bleiben aber weiterhin einige Corona-Einschränkungen wie die bisherigen Abstandsgebote oder Hygieneregeln bestehen. Sie sollen aber für Mädchen und Jungen derselben Klassenstufe in bestimmten Situationen aufgehoben werden. So dürfen die Klassenstufen nicht vermischt werden, sie müssen weiterhin Abstand zueinander halten. Die Lehrkräfte sollen darauf achten, dass der Kontakt zwischen den Kindern unterschiedlicher Altersstufen so gering wie möglich ist. Helfen sollen dabei etwa gekennzeichnete Pausenareale und Laufwege.

Rabe sprach von einem "modifizierten Abstandsgebot". Das bedeutet etwa auch, dass Eltern und andere Schulfremde beim Betreten der Schulen Masken tragen müssen. Elternabend und Lehrerkonferenz sind mit Abstand möglich. Klassenreisen bleiben bis zu den Herbstferien verboten.

Keine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler

Eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler werde es zunächst nicht geben. "Wir empfehlen aber allen das Masketragen außerhalb des Unterrichts", sagte Rabe. Explizit ausgenommen seien nur Kinder an den Grundschulen.

Rabe wies darauf hin, dass die Erwachsenen in der Regel schwerer von einer Covid-19-Infektion betroffen seien als Jugendliche und Kinder. Deswegen müssten für die Erwachsenen besondere Schutzmaßen getroffen werden. Dazu gehören kostenlose Corona-Tests für alle Schulbeschäftigten. Außerdem werden für alle Beschäftigten der Hamburger Schulen transparente Kunststoffvisieren angeschafft sowie insgesamt 30.000 FFP2-Atemschutzmasken.

Präsenzunterricht "wertvoll"

Wie lange diese Regeln nun so bestehen blieben, hänge von den Infektionszahlen ab, sagte Rabe. "Es ist trotz der in Hamburg erfreulichen Entwicklung der Pandemie nicht auszuschließen, dass bei einer dramatischen Veränderung der Lage der Präsenzunterricht wieder eingeschränkt werden muss." Deshalb solle die "wertvolle Schulzeit" nun optimal für den Präsenzunterricht genutzt werden.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 28.07.2020 | 19:30 Uhr

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