Hamburger Impfzentrum wächst um weitere Messehalle

Stand: 16.02.2021 12:48 Uhr

Am Dienstag ist im Hamburger Impfzentrum eine weitere Halle in Betrieb genommen worden. In der Messehalle A2 stehen - neben den fünf Impf-Modulen in Halle A3 - jetzt drei weitere Impf-Module zur Verfügung.

Optisch unterscheidet sich die dazu gekommene Halle nicht von der bereits genutzten. Auch die Abläufe sind gleich, wie der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Hamburg (KVH), Walter Plassmann, im Gespräch mit NDR 90,3 sagte. Es gebe einen einzigen Eingang, von dort aus werde man in den Bereich geleitet, wo gerade am wenigsten Betrieb ist. "Wir haben die zweite Halle jetzt in Betrieb genommen, um den Betrieb einzuspielen und um nachzusteuern, wenn es etwas zu verbessern gibt." Die KVH betreibt das Impfzentrum.

Bis zu 7.000 Impfungen pro Tag möglich

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Impflinge in der zusätzlichen Halle A2 im Hamburger Impfzentrum. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius
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Impfzentrum wächst um weitere Halle

NDR 90,3 Reporterin Anna Rüter im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Hamburg, Walter Plassmann. 2 Min

Er rechne damit, dass die Impfstoffe schon in den kommenden Tagen in größeren Mengen kommen, so Plassmann. Dirk Heinrich, Ärztlicher Leiter des Impfzentrums, erklärte, für diesen Fall wolle man gut vorbereitet sein. Derzeit würde es 1.800 bis 1.900 Impfungen pro Tag in den Messehallen geben. Mit der Erweiterung des Impfzentrums können nun theoretisch in den Hallen A2 und A3 täglich rund 7.000 Impfberechtigte in 64 Impfstraßen ihre Spritze gegen das Coronavirus bekommen. In den Messehallen sind den Angaben zufolge bislang mehr als 36.600 Menschen zum ersten sowie zum zweiten Mal gegen das Virus geimpft worden.

Zu den Impfberechtigten gehören derzeit Menschen über 80 Jahre sowie medizinisches Personal und Pflegeheimmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Mit dem AstraZeneca-Stoff werden zudem auch Rettungsdienst-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, Ärztinnen und Ärzte bestimmter Fachgruppen sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte geimpft.

Sozialbehörde kündigt weitere Impfstofflieferungen an

"Platz haben wir genug", sagte Martin Helfrich, Sprecher der Hamburger Sozialbehörde NDR 90,3. Es fehle nur der Impfstoff, um mehr Menschen in den Messehallen impfen zu können. Er rechne noch in dieser Woche mit weiteren Lieferungen des Herstellers AstraZeneca. Für Freitag seien 21.600 Dosen angekündigt, Anfang März sollen weitere 33.600 kommen.

Meldungen, wonach zwei Provinzen in Schweden die Impfungen mit AstraZeneca-Wirkstoff gestoppt haben, weil es bei einigen Menschen zu Nebenwirkungen wie leichtem Fieber und Schüttelfrost kam, beunruhigen Helfrich nicht. "Wir haben keine Anzeichen, dass der Stoff nicht wirksam ist. Wir werden AstraZeneca weiter verwenden", sagte er.

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Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.02.2021 | 12:00 Uhr

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