Stand: 07.07.2020 20:44 Uhr

Hamburg: Neue Corona-Hilfen für Kultur und Start-ups

Finanzsenator Andreas Dressel bei der LPK.
Finanzsenator Andreas Dressel spricht von gezielten Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von Wirtschaft und Kultur.

Mit Angeboten für Künstlerinnen, Künstler und Start-ups will Hamburg den kulturellen Neustart sowie finanzielle Sicherheit für innovative Unternehmen in der Corona-Krise schaffen. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD, Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) und Kultursenator Carsten Brosda (SPD) stellten am Dienstag in der Landespressekonferenz verschiedene Maßnahmen für die Kunst- und Kreativszene sowie junge und innovative Unternehmen vor.

50 Millionen Euro Corona-Hilfen für Start-ups

So solle mit dem "Corona Recovery Fonds" auch künftig verhindert werden, dass Start-ups mit maximal 50 Mitarbeitern durch die Corona-Krise ihre Ziele verfehlen oder sogar scheitern, sagte Wirtschaftssenator Westhagemann. Dafür stünden 50 Millionen Euro Beteiligungskapital zur Verfügung. Weitere Maßnahmen wie Überbrückungshilfen und Wirtschaftsstabilisierungsfonds seien in Vorbereitung, ergänzte Finanzsenator Dressel.

VIDEO: Neue Corona-Hilfen für Kultur und Start-ups (2 Min)

Bislang gut fünf Millionen Euro ausgezahlt

Der "Corona Recovery Fonds" knüpft an das Modul für innovative Startups in der Hamburger Corona-Soforthilfe an, das am 30. Juni ausgelaufen war. Bis dahin wurden von der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) 116 Förderungen zugesagt und gut fünf Millionen Euro ausgezahlt. Den neuen Fonds will die Stadt nach Senatsangaben mit mindestens 12,5 Millionen Euro ausstatten.

Neustartprämie für Kunst und Kreativwirtschaft

Zudem kündigte der Senat am Dienstag nach der Corona-Soforthilfe ein neues Instrument an, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen einen Neustart ihrer Tätigkeit zu ermöglichen. Sie können einmalig einen pauschalen und nicht rückzahlbaren Zuschuss von 2.000 Euro beantragen. Berechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz Hamburg, die eine Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (KSK) nachweisen können und durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

Ziel: Kultur wieder erlebbar machen

Kultursenator Brosda spricht von einer neuen Phase der Hilfen. Man habe gelernt, was unter Corona gehe und was nicht und könne Veranstaltungen und damit auch künstlerische und kreative Tätigkeit unter Vorgaben wieder zulassen. Man sei mit den Einrichtungen und Verbänden weiterhin im engen Austausch, um Kultur wieder erlebbar zu machen sowie Künstlerinnen und Künstlern zu helfen.

Addiere man alle seit März bis Ende Juni geleisteten Schutzschirmmaßnahmen zusammen, komme man auf eine Finanzwirksamkeit von rund vier Milliarden Euro, sagte Dressel. Den Löwenanteil machten dabei mit allein 3,1 Milliarden Euro steuerliche Hilfen wie Stundungen, die Herabsetzung von Vorauszahlungen oder ausgesetzte Vollstreckungen aus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.07.2020 | 15:00 Uhr

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