Stand: 04.09.2020 17:23 Uhr

Corona-Soforthilfen: Hamburg hat 55.000 mal gezahlt

Andreas Dressel (SPD), Finanzsenator von Hamburg, nimmt an der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus teil. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt
Corona-Soforthilfen: Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) zog am Freitag eine erste Bilanz.

In Hamburg warten noch knapp 4.000 Menschen auf ihren Bescheid für die Corona-Soforthilfe. Mit dem Programm hatte die Stadt zu Beginn der Pandemie schnelle Hilfe für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmerinnen und -unternehmer zur Verfügung gestellt. Ende Mai war die Hamburger Corona-Soforthilfe ausgelaufen, nun hat Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) Bilanz gezogen.

55.000 von 65.000 Anträgen wurden ausgezahlt

2.500 Euro gab es zum Beispiel für Künstlerinnen und Künstler und Freiberuflerinnen und Freiberufler, die wegen der Pandemie in Geldnot geraten waren, aber keinen Anspruch auf die größeren Hilfsprogramme des Bundes hatten. Knapp 65.000 Anträge sind laut Dressel bei der Investitions- und Förderbank eingegangen - mehr als 55.000 wurden ausgezahlt. Rund 5.300 Anträge wurden abgelehnt oder zurückgezogen.

Mehr als 130 Anzeigen wegen Betruges

Bei den noch offenen 3.800 wird geprüft, ob die Menschen tatsächlich Anspruch auf das Geld haben. Einige Betrügerinnen und Betrüger hätten ebenfalls versucht, an das Fördergeld der Stadt zu kommen: 135 Anzeigen hat es bislang gegeben. Da besonders die Kulturszene nach wie vor stark unter den Corona-Einschränkungen leidet, hat die Stadt vor Kurzem die sogenannte Neustartprämie von 2.000 Euro bis Ende des Jahres verlängert. Bei den Jobcentern steht Solo-Selbstständigen außerdem weiter ein vereinfachter Weg für das Arbeitslosengeld II offen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.09.2020 | 15:00 Uhr

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