"2G - jeden Tag" steht auf einer Tafel vor einer Bar am Spielbudenplatz auf St. Pauli. © picture alliance/dpa Foto: Marcus Brandt

Corona: Diese Regeln gelten mit dem 2G-Modell in Hamburg

Stand: 24.11.2021 15:37 Uhr

In den Hamburger Corona-Regeln gibt es in vielen Bereichen ein 2G-Optionsmodell. Seit dem 20. November ist die 2G-Regel allerdings auch in vielen Bereichen verbindlich. Zu diesen Bereichen gehören körpernahe Dienstleistungen (außer Friseur-Salons, Fußpflege, medizinische Behandlungen), Gastronomie (auch Gastro-Bereiche in Einrichtungen und auf Weihnachtsmärkten), Clubs, Bars, Diskos, Tanzveranstaltungen, Sport in geschlossenen Räumen, Schwimmbäder, Fitness-Studios sowie Freizeitchöre und -orchester.

Die beschlossene Ausweitung des 2G-Modells trat am Sonnabend in Kraft. Der Senat veröffentlichte eine neue Corona-Verordnung mit allen Details zu den Regelungen.

In folgenden Bereichen ist das 2G-Modell nun Pflicht:

  • Körpernahe Dienstleistungen (Ausnahmen: Friseurinnen und Friseure, Fußpflege, medizinische Behandlungen)
  • Gastronomie (auch Gastro-Bereiche in Einrichtungen und auf Weihnachtsmärkten),
  • Clubs, Bars, Diskotheken und generell: Tanzveranstaltungen,
  • Sport in geschlossenen Räumen, Schwimmbäder, Fitness-Studios,
  • Freizeitchöre und -orchester

Wird Personal in diesen Bereichen eingesetzt, das noch ungeimpft ist, muss ein tagesaktueller Corona-Test vorgelegt werden und eine medizinische Maske getragen werden. Betriebe sind verpflichtet, digitale Kontrollmöglichkeiten zu nutzen, zum Beispiel die App CovPassCheck.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können 2G-Angebote ohne vorherigen Corona-Test wahrnehmen, da sie regelhaft in der Schule getestet werden.
Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, dürfen ebenfalls ab 2G-Angeboten teilnehmen. Sie müssen aber das ärztliche Bestätigungsschreiben im Original dabei haben und sie müssen getestet sein.

2G-Optionsmodell

Einige Einrichtungen, wie zum Beispiel Theater und Kinos, können zwischen der 3G-Regel und dem 2G-Optionsmodell wählen. Die Betriebe müssen dies kenntlich machen und der Stadt vorher melden. Impfnachweise müssen regelhaft mit einem Ausweisdokument abgeglichen werden.

Im 2G-Optionsmodell gelten Maskenpflicht, die Begrenzungen der Kapazität für Veranstaltungen und Abstandsregelungen nicht. Die Einhaltung allgemeiner Hygiene- und Schutzmaßnahmen und die Erhebung der Kontaktdaten sind aber weiterhin erforderlich. Personen unter 18 Jahren sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, können Angebote im 2G-Optionsmodell nutzen. Sie müssen dann aber eine Maske tragen und für die über 18-Jährigen- auch der Testpflicht.

Hier finden Sie einen Überblick über die Bedingungen, die in unterschiedlichen Bereichen mit der 2G-Option in Hamburg derzeit gelten.

Maskenpflicht ab dem 24. November 2021:

Medizinische Masken, also zum Beispiel OP-Masken sind vorgeschrieben. Ausnahmen gibt es für geimpfte und genesene Personen in Bereichen mit 2G-Pflicht oder im 2G-Optionsmodell müssen keine Maske tragen.

  • im Öffentlichen Personennahverkehr, also in Bahnen und Bussen
  • bei Angeboten körpernaher Dienstleistungen, wenn nicht die 2G-Regel gilt
  • bei Flügen, in Taxis und anderen kommerziellen Beförderungsangeboten
  • beim Einkaufen
  • in öffentlich zugänglichen Gebäuden
  • in Kultureinrichtungen
  • in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und bei Gesundheitsbehandlungen
  • bei Gottesdiensten
  • bei touristischen Stadtrundfahrten im Linien- und Gelegenheitsverkehr, Schiffs- und Hafenrundfahrten
  • überall dort, wo es aufgrund der Arbeitsschutzvorschriften und -standards oder entsprechender berufsgenossenschaftlicher Vorgaben vorgeschrieben ist sowie
  • überall dort, wo Menschenansammlungen die Einhaltung gebotener Abstände verhindern

2G-Plus in Krankenhäusern

Besucherinnen und Besucher in Hamburger Kliniken müssen ab jetzt immer einen negativen Corona-Schnelltest vorzeigen - auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Die Krankenhäuser setzen mit den verschärften Besuchs- Regeln das neue Infektionsschutzgesetz um. Das sieht auch vor, dass sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kliniken und Arztpraxen täglich testen müssen - unabhängig vom Impfstatus.

Private Feiern und Veranstaltungen

Private Feierlichkeiten sind möglich. Ein Unterschied macht allerdings, ob es sich um eine Feier mit einem geschlossenen Personenkreis, also geladene Gäste handelt oder nicht:

Wenn nur geladene Gäste anwesend, sind, gilt: 

  • In geschlossenen Räumen dürfen maximal 50 Personen teilnehmen. Geimpfte und Genesene werden dabei nicht mitgezählt. In geschlossenen Räumen außerhalb des privaten Wohnraums muss eine Maske getragen werden. Beim Essen und Trinken und auf festen Plätzen darf man die Maske abnehmen.
  • Beim 3G-Zugangsmodell dürfen nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete Zugang haben. Wird in einem gastronomischen Betrieb gefeiert, gelten die 2G-Regeln
  • Im Freien dürfen höchstens 100 Personen teilnehmen. Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt.
  • Die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen erfasst werden. 
  • Test- oder Impfnachweise müssen kontrolliert und dokumentiert werden. 
  • Tanzen ist nur erlaubt, wenn an der Feierlichkeit nur Geimpfte und Genesene sowie zusätzlich höchstens zehn nicht geimpfte oder genesene Personen teilnehmen. Diese zehn Personen brauchen einen aktuellen, negativen Coronavirus-Testnachweis nötig. Personen unter 18 Jahren dürfen mittanzen. Es muss keine Maske getragen werden.

Beim offenen Personenkreis, also ohne geladene Gäste, gilt:
Nehmen mehr als zehn Personen an einer privaten Feierlichkeit teil, müssen die Regeln für allgemeine Veranstaltungen angewendet werden. Private Partys und andere private Feierlichkeiten gelten dann als Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze. Die Regeln hängen dabei vom gewählten Zugangsmodell ab:

  • Beim 3G-Zugangsmodell sind Innen maximal 50 Personen zulässig. Geimpfte und Genesene werden nicht mitgerechnet. Abstandsregeln, Maskenpflicht und die Testpflicht im Innenbereich müssen eingehalten werden. Tanzen ist verboten.
  • Findet die Veranstaltung oder Feier in der Gastronomie statt, gelten die 2G-Regeln. 

Bei privaten Treffen von Kindern unter 14 Jahren gilt:
Treffen von Kindern unter 14 Jahren sind im privaten Haushalt ohne Personanzahlbegrenzung möglich. Dabei sind auch die zu ihrer Aufsicht erforderlichen Personen zugelassen. Bedingung ist, dass zwischen den Personen ein sogenanntes "familienrechtliches Sorge- oder Umgangsrechtsverhältnis" besteht. Das heißt, dass an Geburtstagen beispielsweise Eltern teilnehmen dürfen.

Restaurants und Gaststätten im verpflichtenden 2G-Modell:

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Verzicht auf Kapazitätsbegrenzungen
  • Es darf im Stehen verzehrt werden
  • Tische und Stühle können beliebig platziert werden
  • Shishas dürfen auch in geschlossenen Räumen genutzt werden
  • Die Sperrstunde entfällt
  • Aufhebung der Testpflicht
  • Tanzen ist auch in geschlossenen Räumen möglich
  • Verzicht auf Maskenpflicht, Kontaktnachverfolgung ist Pflicht

Einkaufen im 2G-Modell:

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Verzicht auf Maskenpflicht
  • Gilt nicht für Betriebe und Geschäfte der täglichen Versorgung, das sind Großhandel, Lebensmitteleinzelhandel und Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Babyfachmärkte, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen und Zeitungs-/ Zeitschriftenverkauf, Reinigungen und Waschsalons, Tierbedarfsmärkte, Fahrzeug- und Fahrrad-Reparaturbetriebe.

Körpernahe Dienstleistungen im 2G-Modell (verpflichtend):

  • dazu zählen zum Beispiel Kosmetikstudios, Massagesalons, Sonnenstudios oder Tattoo-Studios
  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Verzicht auf Maskenpflicht
  • Kontaktdaten müssen erfasst werden

Kulturelle Einrichtungen im 2G-Modell:

Für Theater, Opern, Konzerthäuser, Konzertsäle, Musiktheater, Kinos, Planetarien und Literaturhäuser, Museen, Gedenkstätten, Galerien, Ausstellungshäuser, Bibliotheken und Archive sowie zoologische und botanische Gärten und Tierparks gelten im 2G-Modell folgende Regeln:

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • freie Anordnung der Sitzplätze ohne Kapazitätsbegrenzung
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Außerdem die gleichen Regeln wie für Restaurants, wenn es auch gastronomische Angebote gibt
  • Verzicht auf Maskenpflicht
  • Kontaktnachverfolgung ist Pflicht

Veranstaltungen im 2G-Modell:

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Freie Tisch- und Sitzplatzanordnung
  • Verdreifachung der Personenzahlgrenzen
  • Aufhebung der Testpflicht
  • Tanzen ist in Innenräumen mit medizinischer Maske möglich
  • Verzicht auf Maskenpflicht
  • Kontaktnachverfolgung ist Pflicht
  • Gibt es gastronomische Angebote, ist das 2G-Modell Pflicht

Livemusikspielstätten und Musikclubs mit 2G-Modell (verpflichtend):

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Freie Anordnung der Steh- und Sitzplätze
  • Stehplätze zulässig
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Personenzahlgrenzen: in geschlossenen Räumlichkeiten höchstens 1.300, im Übrigen höchstens 2.000
  • Sofern getanzt wird, gilt die Personenzahlbegrenzung außen: 750 Personen, innen: 150 Personen
  • Verzicht auf Maskenpflicht
  • Kontaktnachverfolgung ist Pflicht

Sportveranstaltungen vor Publikum mit 2G-Modell:

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Freie Anordnung der Sitz- und Stehplätze
  • Verdopplung der Personenzahlgrenze in Innenräumen auf 1.300 und 2.000 im Freien
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Bei nicht-stationären sportlichen Wettkämpfen wie Laufveranstaltungen und Radrennen kann im 2G-Zugangsmodell auf das Abstandsgebot verzichtet werden. Die Teilnehmerzahl wird auf 750 Sportausübende erhöht und die Testpflicht wird aufgehoben.
  • Verzicht auf Maskenpflicht
  • Kontaktnachverfolgung ist Pflicht

Sport mit 2G-Modell:

  • In Innenräumen darf Sport nur nach den 2G-Regeln stattfinden
  • Sport im Freien ist unabhängig von der Personenzahl möglich
  • Kontaktsport ist erlaubt.
  • Umkleideräume und Duschen dürfen nur im 2G-Modell benutzt werden, Toiletten auch unter 3G-Bedingungen.
  • Schwimmbäder, Thermen, Dampfbäder und Wellnessangebote dürfen nur noch im 2G-Modell öffnen

Tanzclubs und Discos mit 2G-Modell (verpflichtend):

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Es darf im Stehen verzehrt werden
  • Tische und Stühle können beliebig platziert werden.
  • Shishas dürfen genutzt werden.
  • Aufhebung der Testpflicht
  • Verdreifachung der zulässigen Teilnehmerzahl (150 Personen innen mit Maskenpflicht, 750 außen ohne Maskenpflicht)
  • Maskenpflicht im Übrigen wie in Gaststätten im 2G-Modell: Keine Maskenpflicht auf dauerhaft eingenommenen Steh- oder Sitzplätzen. Weiterhin gilt aber die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske beim Tanzen
  • Seit 25. September: Verzicht auf Maskenpflicht, Kontaktnachverfolgung ist Pflicht.

Weihnachtsmärkte, Straßenfeste, Volksfeste

  • Straßenfeste und Weihnachtsmärkte können unter Auflagen stattfinden. Sie brauchen möglicherweise eine sogenannte wegerechtliche Sondernutzungserlaubnis des zuständigen Bezirksamtes. Gibt es gastronomische Angebote muss dieser Bereich eingezäunt werden, es bedarf einer Zugangskontrolle.

Hotels, Jugendherbergen und Hostels im verpflichtenden 2G-Modell

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Schlafsäle dürfen ohne Begrenzung belegt werden
  • Aufhebung der Testpflicht
  • Kontaktnachverfolgung ist Pflicht

Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, Fahrunterricht im 2G-Modell

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Lerngruppen dürfen durchmischt werden
  • freie Pausengestaltung
  • Entfallen der Begrenzung der Gruppengröße der Lerngruppen
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen.
  • Pflichtveranstaltungen im Bildungsbereich, wie Sprachkurse für Eingewanderte, müssen zumindest auch im 3G-Modell angeboten werden.
  • Fahrschulen dürfen auch das 3G-Modell anwenden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.11.2021 | 06:00 Uhr

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