Stand: 17.09.2020 09:20 Uhr

Corona-Ausbruch in der Schanze: Behörde sucht Bar-Gäste

Die Bar "Katze" im Hamburger Schanzenviertel. © NDR Foto: Jörn Straehler-Pohl
Die Bar "Katze" im Hamburger Schanzenviertel ist zurzeit geschlossen.

In der Bar "Katze" im Hamburger Schanzenviertel sind mehrere Mitarbeitende positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch Gäste könnten sich dort angesteckt haben, deshalb sucht die Gesundheitsbehörde jetzt nach Betroffenen. Das Gesundheitsamt habe bereits damit begonnen, die möglicherweise betroffenen Besucherinnen und Besucher zu kontaktieren, etliche Gäste hätten jedoch falsche Kontaktdaten angegeben, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich.

Bar-Besucher sollen sich melden

Die Behörden rufen alle Personen auf, die die "Katze" am 5., 8. oder 9. September jeweils ab 19 Uhr besucht haben und noch nicht kontaktiert wurden, sich unverzüglich beim Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 040 - 42811 1659 zu melden. Die Betroffenen sollten sich außerdem freiwillig in Quarantäne begeben.

Rund 100 Besucher ohne korrekte Angaben

Wie viele Bar-Besucher - und Besucherinnen sich angesteckt haben könnten, ist noch unklar. Es geht laut Gesundheitsbehörde um insgesamt rund 600 Gäste der "Katze", rund 100 davon sollen keine korrekten Angaben gemacht haben. "Einige haben Fantasie-Namen eingetragen", sagte Helfrich im Gespräch mit NDR 90,3. Dieser Fall zeige erneut: Die wahrheitsgemäße Angabe der Kontaktdaten in gastronomischen Betrieben sei wichtig, um im Falle eines Infektionsgeschehens alle möglicherweise Betroffenen warnen zu können. Im Vordergrund stehe nun, durch das Auffinden aller womöglich Infizierten die Verbreitung des Virus einzudämmen.

"Nicht bei allen Personen wird ein Test durchgeführt werden müssen", so Helfrich. "Wer zum Beispiel draußen an der frischen Luft war, ist weniger betroffen. Aber wer drinnen saß, wird wohl getestet werden müssen. Und dann liegen die Ergebnisse in der Regel in ein bis zwei Tagen vor."

Hinterm Tresen keine Maske getragen?

Für die Beschäftigten war das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung den Angaben nach nicht per se Pflicht. "Beim Bedienen am Platz ist eine Mund-Nasen-Bedeckung obligatorisch. Beim Bedienen hinterm Tresen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zwingend erforderlich, wenn ausreichend Abstand eingehalten wird", sagte Helfrich.

Die Behörden prüfen aber auch, ob das Hygienekonzept nicht eingehalten wurde. Die Bar wird zurzeit renoviert und ist geschlossen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.09.2020 | 06:00 Uhr

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