Stand: 09.09.2020 08:09 Uhr  - NDR 90,3

80 Euro Bußgeld bei Verstoß gegen Maskenpflicht in Hamburg

Die Hochbahnwache kontrolliert die Einhaltung der Maskenpflicht. © NDR Foto: Screenshot
Neben Fahrscheinen werden in Bussen und Bahnen in Hamburg auch Masken kontrolliert.

Wer in Hamburg gegen die Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie verstößt, muss künftig ein deutlich höhere Bußgeld zahlen. Schon ab Donnerstag sollen Verstöße gegen die Maskenpflicht mit 80 Euro geahndet werden. Auch im Einzelhandel wird das Bußgeld fällig. Das erklärte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) stellt jeden Tag rund 150 Verstöße gegen die Maskenpflicht fest. Bislang mussten Maskenverweigerer nur in Bussen und Bahnen mit einer Vertragsstrafe von 40 Euro rechnen. Das neue Bußgeld soll nun in allen öffentlichen Bereichen erhoben werden. Außerdem hatte Leonhard am Dienstag zahlreichen Lockerungen der Corona-Auflagen verkündet, etwa bei Volksfesten wie dem Winterdom oder beim Prostitutionsgewerbe.

Zeitweise viele Maskenmuffel

Nach Ende der Sommerferien war die Bereitschaft, dauerhaft eine Mund-Nasen-Bedeckung an Bahnsteigen sowie in Bussen und Bahnen zu tragen, nach Angaben des HVV zurückgegangen. Demnach trugen bei Kontrollen in der Spitze bis zu 15 Prozent der Fahrgäste ihre Alltagsmaske nicht oder nicht richtig. Seit Einführung der Vertragsstrafe halten sich laut HVV wieder mehr Menschen an die Tragepflicht.

Tragequote bei rund 95 Prozent

Die Tragequote liege im Durchschnitt wieder bei rund 95 Prozent, hieß dazu Anfang September. Bis zu 60 Streifen kontrollieren demnach in der Spitze in Hamburger Verkehrsmitteln und Haltestellen, allein die Hochbahn hat 40 Teams im Einsatz. Seit Einführung der Strafe wurden bis Anfang September insgesamt rund 1.400 Vertragsstrafen ausgesprochen.

VIDEO: Bus und Bahn: Strafen für Maskenverweigerer wirken (2 Min)

Weitere Informationen
Senatorin Leonhard bei der LAndespressekonferenz.
54 Min

Pressekonferenz zu Corona-Auflagen: Lockerungen und Verschärfungen

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat am Dienstag Lockerungen der Corona-Auflagen verkündet - etwa für Volksfeste und das Prostitutionsgewerbe. Maskenverweigerer zahlen künftig 80 Euro. Mitschnitt der Landespressekonferenz. 54 Min

Die Hochbahnwache kontrolliert die Einhaltung der Maskenpflicht. © NDR Foto: Screenshot
1 Min

Strafen sorgen für mehr Maskendisziplin in Bussen und Bahnen

Seit der Einführung einer Strafe in Höhe von 40 Euro für den Fall, dass kein korrekter Mund-Nase-Schutz getragen wird, tragen wieder mehr Menschen Maske in Bussen und Bahnen. Karsten Sekund berichtet. (03.09.2020) 1 Min

Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

Coronavirus in Hamburg: Nachrichten und Hintergründe

Wie geht es Hamburg mit der Corona-Pandemie? Welche Beschränkungen gibt es, welche Lockerungen? Hier finden Sie die aktuellen Zahlen, Nachrichten, Videos und Hintergründe. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.09.2020 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Autos stehen in der Hamburger Innenstadt nach einer Sperrung der A7 im Stau. © picture alliance/dpa Foto: Markus Scholz

A7-Sperrung: Lange Staus auf Ausweichstrecken

Noch bis Montag um 5 Uhr ist die Autobahn 7 in Hamburg inklusive Elbtunnel wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Auf den Ausweichstrecken kommt es zu langen Wartezeiten, vor allem auf der A1. mehr

Eizellen werden am 12.08.2015 in einer Kinderwunschpraxis von einer Biologin präpariert. © picture-alliance/dpa Foto: Rainer Jensen

Ungewollt kinderlos: Für eine Eizellspende nach Spanien

In Deutschland dürfen sich Frauen für einen Kinderwunsch keine fremden Eizellen einsetzen lassen. Ein Paar, das am Stadtrand von Hamburg lebt, fuhr nach Spanien. Ist diese Praxis noch zeitgemäß? mehr

Demo für sichere Schulradwege in Hamburg. © NDR Foto: Screenshot

Fahrraddemo für mehr Kindersicherheit im Verkehr

"Kidical Mass" heißt eine bundesweite Kundgebung, die für sicherere Radwege demonstriert. In Hamburg fuhren am Sonntag mehr als 200 Kinder und Erwachsene mit. mehr

Das Hamburger Rathaus. © imago

SPD sieht U-Ausschuss zu Cum-Ex gelassen

Die Hamburger SPD sieht einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Cum-Ex-Affäre gelassen entgegen. Nach Linken und AfD hat sich nun auch die CDU dafür ausgesprochen. mehr