2G-Regel ausgeweitet: Polizei kontrolliert Betriebe in Hamburg

Stand: 21.11.2021 14:47 Uhr

Die Hamburger Polizei hat am Wochenende kontrolliert, ob sich Restaurants, Bars und Clubs an die ausgeweiteten 2G-Regeln halten. Dabei wurden mehr als 420 Betriebe in gesamten Stadtgebiet überprüft.

Ein Pizza-Laden am Schulterblatt fiel zum wiederholten Mal negativ auf: Es gab keine Zugangskontrolle und auch der 2G-Status der Gäste wurde nicht überprüft. Die Pizzeria musste schließen. In gut 50 von 420 kontrollierten Geschäften stellten die Beamten Verstöße fest, oft blieb es bei einer Ermahnung oder einem Bußgeld, fünf Läden wurden aber auch dichtgemacht. Darunter eine Gaststätte in der Neustadt und eine Bar auf dem Kiez, in der die Kontaktnachverfolgung schlecht war und die Bedienung ohne Maske herumlief. Ein Friseur und ein Restaurant auf dem Steindamm mussten ebenfalls schließen.

Keine Beanstandungen bei Kontrollen auf Weihnachtsmärkten

Auch die ersten Weihnachtsmärke wurden überprüft - ohne Beanstandungen. Insgesamt zeigte sich die Polizei zufrieden, die meisten Betriebe halten sich an die neuen Regeln.

Bei Verstößen werden Bußgelder fällig

Die Bußgelder für Verstöße gegen die 2G-Regel liegen bei einem Erstverstoß je nach Tatbestand zwischen 150 und 5.000 Euro, wie der Senat mitteilte. So droht etwa Betreibern, die den 2G-Nachweis der Gäste nicht oder nur unzureichend kontrollieren, eine Geldstrafe von 5.000 Euro. Wer wiederum als Gast, Besucher oder Kunde nicht über den erforderlichen Impf- oder Genesenennachweis verfügt, muss mit einer Geldbuße von 150 Euro rechnen. Bei Vorlage eines falschen 2G-Nachweises werden 300 Euro fällig.

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AUDIO: 2G-Regel ausgeweitet: Kontrollen der Hamburger Polizei (1 Min)

 

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 20.11.2021 | 19:30 Uhr

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