Stand: 07.11.2018 16:24 Uhr

Wir bei Ihnen: "Vor Ort in Schnelsen"

Lob, Kritik und spannende Anregungen gab es bei der abendlichen Veranstaltung "Vor Ort" im Freizeitzentrum Schnelsen. Erstmals hatten Hamburger die Möglichkeit, die Programmmacher und Verantwortlichen von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal direkt vor Ort zu treffen und mit ihnen auf Augenhöhe über das Angebot und die Arbeit des Landesfunkhauses Hamburg zu diskutieren.

Eindrücke von "Vor Ort in Schnelsen"

"Morgen früh hören Sie Sinatra, versprochen!"

Ob der Wunsch nach mehr Comedy im Programm oder nach mehr Talk-Formaten für einen verstärkten Dialog mit den Zuschauern und Zuhörern. Ob die Frage nach dem Sofa im Studio vom Hamburg Journal oder Anliegen der Stadtteilbewohner - gefragt werden durfte alles. "Wir freuen uns über das Vertrauen, dass uns die Menschen entgegenbringen und nehmen die lokalen Probleme ernst", sagte Hendrik Lünenborg. "Wir sind gerne der Anwalt und nehmen die Themen mit in unsere Redaktionen."

Auch die Musik war an diesem Abend immer wieder Thema: von der Auswahl der Titel und der Mischung bei NDR 90,3 bis zur einleitenden Musik ins Hamburg Journal. Dieter Güldenstein regte außerdem an, gern auch mal Interpreten der älteren Generation, etwa Dean Martin oder Frank Sinatra, zu spielen. Nach einer umfassenden Erklärung fügte Lünenborg hinzu: "Morgen früh hören Sie Sinatra mit 'New York, New York', versprochen!

Auf Augenhöhe miteinander diskutieren

Der Talk bei NDR 90,3.

Talk mit Programmmachern: "Vor Ort in Schnelsen"

Hamburg Journal -

In Schnelsen haben sich Programmmacher und Verantwortliche von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal den Fragen von Hörern und Zuschauern gestellt. Das Interesse war groß.

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"Wir haben schon heute täglich Kontakt zu unseren Hörern und Zuschauern, aber wir möchten noch intensiver ins Gespräch kommen", sagte Sabine Rossbach, Direktorin des Landesfunkhauses Hamburg. "Wir wollen wissen, was sie von uns erwarten, und was wir in unseren Programmen besser machen können."

Neben Sabine Rossbach und Hendrik Lünenborg waren noch viele Reporter, Redakteure oder Abteilungsleiter vom Hamburg Journal und NDR 90,3 vor Ort, um auf die speziellen Fragen der Besucher eingehen zu können. Diese Gelegenheit nutzten etwa 100 Teilnehmer.

Wie wird Fernsehen gemacht? Wie entsteht das Radio-Programm?

Moderatorin Julia-Niharika Sen führte die Fragesteller zielsicher zu den entsprechenden Experten und erklärte nebenbei wie das beim Fernsehen mit dem Licht, den Kameras oder auch mit dem Stöpsel in ihrem Ohr funktioniert: "Über den wird mir nicht gesagt, was ich zu sagen habe. Darüber höre ich technische Dinge: also wo ich hingucken muss, oder welcher Beitrag wann fertig ist." Dem Publikum hat es gefallen.

Für das leibliche Wohl an diesem Abend sorgte Fernseh-Koch Dave Hänsel, der die Gaumen aller mit einem speziell kreiertem Hamburg Journal Curry verwöhnte.

Fragen aus Schnelsen

  • Frage

    Warum spielen Sie so viele 80er-Jahre-Titel?

  • Antwort

    Rudi Druve, NDR 90,3 Musikchef: "Im Programm von NDR 90,3 hören Sie tatsächlich die größten Hits der letzten 60 Jahre Popmusikgeschichte. Da wir uns an den Erwachsenen Hörer über 50 Jahren richten spielen wir natürlich auch sehr viele Titel aus der Jugend dieser Hörer, weil sie damit viele Erinnerungen verbinden. Deshalb liegt unser Hauptaugenmerk auf den Dekaden 60er, 70er und 80er Jahre."

  • Frage

    NDR 90,3 sollte auch ein Angebot schaffen für die kommende Generation 50plus.

  • Antwort

    Hendrik Lünenborg, Programmchef NDR 90,3: "NDR 90,3 ist schon heute ein Programm,  das vor allem die Hamburgerinnen und Hamburger über 50 Jahre anspricht. Die besondere Herausforderung für NDR 90,3 besteht darin, dass wir Hörerinnen und Hörer zwischen 50 und 100 haben. Sie alle erwarten von uns verlässliche Informationen aus Hamburg und möchten natürlich auch unterhalten werden. Das Informationsbedürfnis der verschiedenen Altersgruppen können wir gut stillen, weil dabei keine Geschmacksfragen berührt werden. Das ist bei der Unterhaltung und dabei speziell bei der Musik natürlich anders. Deshalb bemühen wir uns eine Musikmischung anzubieten, die möglichst vielen gefällt."

  • Frage

    Wird Ihr Datenbestand von 1.500 Titeln in der Musikrotation bitte noch erweitert, damit die Musik abwechslungsreicher werden kann, zum Beispiel Schlager in kleinem Umfang - nicht wie früher Helene Fischer und Andrea Berg, das war zu einseitig!

  • Antwort

    Rudi Druve, NDR 90,3 Musikchef: "Der Anteil der Hauptrotation beträgt 1.500 Titel. Das Archiv, aus dem wir auch immer wieder Titel einsetzen, beläuft sich auf mehr als 15.000 Titel. Unser Programm wendet sich ja in erster Linie an einer Hörerschaft im Alter von 50plus. Im Laufe der letzten Jahre haben sich die musikalischen Vorlieben dieser Hörer verändert, weil immer mehr Menschen in diese Altersgruppe hineingewachsen sind, die nicht mehr mit deutschsprachigen Schlagern aufgewachsen sind. Und für viele Hörer aus dieser Zielgruppe ist Schlager sogar ein Abschaltgrund. Internationale Oldies und internationaler "Softpop" sind die musikalischen Kategorien, die bei den Hörern in dieser Altersgruppe insgesamt am beliebtesten sind. Und um möglichst viele Hörer zu erreichen, spielen wir das, was bei den meisten Hörerinnen und Hörern gut ankommt. Wenn Sie sich sehr für deutschsprachige Musik interessieren, empfehle ich Ihnen das Programm von NDR Plu“ mit Schlagern und Evergreens rund um die Uhr. Sie empfangen es über DAB+, über Satellit und über das Internet (www.ndr.de/ndrplus).

  • Frage

    Wann bekommt Dave Hänsel beim Kochen endlich mal ein Headset?

  • Antwort

    Dave Hänsel: "Sie haben recht: Bei unseren Produktionen der Rubrik 'Hamburg kocht' auf den Wochenmärkten in Hamburg nehmen wir immer ein Handmikrofon. Zum einen, weil ich bei meinen Kochveranstaltungen viele Marktbesucher zu Wort kommen lasse und zum anderen, weil der Klang am Ende besser ist als mit einem Headset-Mikrofon."

  • Frage

    Die Figuren bei der Hamburg Journal-Rubrik Heimatkunde finde ich albern.
    Der Zusatz das Wetter bei Ihnen in (Stadtteil) finde ich überflüssig, bitte verzichten Sie auf das "Ihnen".

  • Antwort (1/2)

    Ulrich Stroetgen, Leitung Hamburg Journal: Wir wissen, die Heimatkunde polarisiert. Die einen finden sie albern, die anderen (z.B. Lehrer) fordern das dazugehörige Buch (als Unterrichtsmaterial) an. Übrigens hat diese Serie, die auch für andere Bundesländer gefertigt wird, bereits mehrere Preise gewonnen. Aber Sie können aufatmen, die jetzigen Folgen sind sowieso Wiederholungen (aus Kostengründen) und es werden keine neuen mehr produziert.

  • Antwort (2/2)

    Ralph Eichmann, Redaktionsleiter von NDR 90,3 "Hamburg am Morgen": "Wir legen sehr viel Wert darauf, dass wir mit unseren Serviceinformationen sehr nah an unseren Hörerinnen und Hörern dran sind. Die Formulierung „bei Ihnen in...“ soll dies in einer höflichen und knappen Form ausdrücken. Es wäre schade, wenn diese Nähe verloren ginge."

  • Frage

    Inwiefern besteht die Möglichkeit, an Ihren Marktforschungsumfragen, bezüglich neuer Titel bei NDR 90,3 teilzunehmen?

  • Antwort

    Rudi Druve, Musikchef NDR 90,3: "Diese Untersuchungen werden von unabhängigen Marktforschungsunternehmen für uns durchgeführt. Wir haben, und das macht auch Sinn, keinen Einfluss darauf, wer bei diesen Umfragen befragt wird. Die Befragungen werden zum größten Teil per Telefon durchgeführt und unterliegen sehr strengen Regelwerken. Deshalb ist es leider auch nicht möglich, Ihnen eine Teilnahme zu ermöglichen."

  • Frage

    Für NDR 90,3 ist es wichtig, dass der Sender nicht mit seinen Hörern mit-altert, deshalb die Idee, ein Programm für Senioren zu schaffen.

  • Antwort

    Hendrik Lünenborg, Programmchef NDR 90,3: "Schon längst lassen sich Senioren nicht mehr so einfach in Schubladen einsortieren. Die Hamburger über 65 sind ein sehr heterogene Gruppe und allein aus diesem Grund würde ein reiner Seniorensender wahrscheinlich nicht funktionieren. Unser Anspruch: NDR 90,3 soll ein erwachsenes und entspanntes Programm für möglichst viele Hamburgerinnen und Hamburger sein."

  • In der Plattdeutschen Rubrik "Wi snackt platt" am Sonntagmorgen vermissen wir die Autoren Rainer Bull und Ivo Braak.

  • Antwort

    Jan Graf: Reimer Bull und Ivo Braak - wer hätte nicht ihre Stimme im Ohr, ihre wunderbare süderdithmarscher Mundart. Natürlich müssen wir den Fokus auf das aktuelle Geschehen in der Niederdeutschen Kultur richten. Zeitgenössische Autoren wie Gerd Spiekermann, Annie Heger oder Mathias Stührwohldt sind zu hören. Daneben aber senden wir immer auch Geschichten von unseren Klassikern. Kürzlich hörten Sie Missingsch von Dirks Paulun, Sie hörten Auszüge aus dem Roman "Dat Stunnenglas" von Hans Henning Holm ebenso wie Geschichten des unvergessenen Rudl Kinau. Die großen Klassiker des niederdeutschen Erzählens haben ihren festen Platz, und das sind nicht nur Braak und Bull, sondern auch Irmgard Harder oder Konrad Hansen, die wie Bull 2012 verstarben. Eine ganze Sendung mit Geschichten von Irmgard Harder hören Sie bei NDR 90,3 am 16.12. zwischen 8.30 und 9.00 Uhr in der Reihe "Wi snackt Platt", und versprochen: Auch Reimer Bull und Ivo Braak werden immer mal wieder zu hören sein - aber eben nicht ausschließlich, denn es gilt ja auch dem Publikum die aktuellen plattdeutschen Stimmen zu präsentieren. Ziel der Redaktion ist ein ausgewogenes Programm, das Tradition und Neugier auf Neues gleichermaßen bedient.

  • Frage

    Anne Porthun: "Die Eingangs-Melodie des Hamburg Journals läuft bereits seit vielen Jahren und kommt deshalb etwas altmodisch rüber. Könnte sie nicht aufgefrischt werden?"

  • Antwort

    Sabine Rossbach, Landesfunkhausdirektorin: "Das ist eine sehr interessante Frage, die Hamburg spaltet, wie fast keine andere. Denn wann immer wir mit unseren Zuschauerinnen und Zuschauern ins Gespräch kommen, ob wir nicht mal etwas auffrischen könnten, bekommen wir haufenweise Post: 'Der Brahms, der Brahms muss bleiben!' Aber Ende 2019 werden wir im Hamburg Journal ein neues Studio bekommen und da werden wir diese Frage tatsächlich auch noch einmal in unseren Herzen und Ohren bewegen. Und wir werden auch eine Umfrage unter Hamburgerinnen und Hamburgern machen, was sie gerne möchten."

  • Frage

    Dieter Güldenstein: "Im Musikprogramm von NDR 90,3 hört man im Verlauf der Woche häufiger Titel und Künstler jüngerer Zeit, wie beispielsweise Nena oder Kylie Minogue. Ich gehöre aber zu einer älteren Generation von Hörern, die auch gerne mal Interpreten wie Dean Martin oder Frank Sinatra hören. Wie steht es da um die Vielfalt im Musikprogramm?"

  • Antwort

    Hendrik Lünenborg, Programmchef NDR 90,3: "Wir machen ein Musikprogramm für möglichst viele Hamburgerinnen und Hamburger. Und wir spielen Musik der vergangenen 60 Jahre, das ist schon eine riesige Bandbreite - kein anderes Programm in Hamburg spielt so viele unterschiedliche Titel. Wir wissen aber, dass es ein besonderes Bedürfnis nach mehr Vielfalt gibt und deshalb haben wir reagiert. Seit Montag, den 22. Oktober, haben wir die Zahl unserer Musiktitel nochmals erhöht und einmal pro Stunde gibt es zudem Musiktitel, die sie schon lange Zeit nicht mehr gehört haben. Und ja, Dean Martin und Frank Sinatra, Swing und Jazz, die spielen wir tatsächlich sehr selten, aber es sind auch sehr spezielle Musikrichtungen. Auch wenn es nicht ganz leicht ist, wir bemühen uns für möglichst viele Menschen ein passendes Musikprogramm zu machen."

  • Frage

    Tanja Fischer: "Warum bietet das Musikprogramm von NDR 90,3 so wenig Abwechslung? Ich hören jeden Tag die gleichen Lieder und sage immer: Es gibt auch eine B-Seite, beispielsweise von Neil Diamond. Die Musik von NDR 90,3 ist schön, ich mag Oldies, aber ein wenig mehr Abwechslung wäre noch schöner."

  • Antwort

    Rudi Druve, Musikchef NDR 90,3: "Musik-Programmierung fürs Radio ist heutzutage ein komplexes Thema und nicht mehr so, wie es früher vielleicht einmal war. Es ist längst nicht mehr eine Bauch-Sache der Redakteure, sondern wir versuchen unsere Zielgruppe, also den Hamburger ab 50, zu verstehen: Was mag er? Welche Musikerinnen und Musiker hört er gern? Wir testen Musiktitel, lassen diese Tests in unsere Ergebnisse mit einfließen und versuchen dann das Beste daraus zu machen. Das ist bei 60 Jahren Musikgeschichte, die wir abbilden in unserem Programm sehr schwierig. Das ist das Problem an Musik: Es gibt kein Ja-Nein, kein Schwarz-Weiß. Wir geben uns große Mühe, ganz viel Musik zu spielen, die eben für den erwachsenen Hamburger passend ist. Dafür haben wir 1.500 Musiktitel in einer sogenannten Stamm-Rotation - übrigens die größte in Hamburg, kein Sender hier spielt mehr. Und wir spielen keinen Musiktitel mehrfach am Tag, Künstler wiederum schon, dabei aber mit verschiedenen Songs und über den Tag verteilt."

  • Frage

    Andreas Stonus: "Sie berichten oft über Veranstaltungen aus Hamburg. Aber oftmals man hat das Gefühl, dass es nur die großen Dinge sind, die im Programm Platz finden. Aber auch Orte wie das Freizeitzentrum Schnelsen haben natürlich viele kulturelle Angebote zu bieten, die man bekannt machen könnte. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, ob ein Thema relevant ist oder nicht?

  • Antwort

    Sabine Rossbach, Landesfunkhausdirektorin: "Hamburg ist eine sehr große und schöne Stadt, mit einem sehr großen Kulturangebot. Das heißt, wenn wir abends im Hamburg Journal diese halbe Stunde Programm füllen, haben wir das große Problem, dass wir nicht alles unterkriegen können, wenn wir beispielsweise auch noch die Bürgerschaft, den Sport oder Unfall-Meldungen haben wollen. Dennoch bemühen wir uns beispielsweise für unsere Freizeit-Tipps am Donnerstag eben nicht die großen Veranstaltungen zu nehmen, sondern die kleinen, die in der Peripherie liegen. Auch in unserem Online-Angebot finden sich noch weitere Veranstaltungs-Tipps und NDR 90,3 bietet mit dem Kulturjournal zudem eine tägliche einstündige Kultursendung. Trotz allem freuen wir uns über solche Anregungen und werden künftig noch stärker auf Angebote aus Stadtteile in den Randgebieten blicken."

  • Frage

    Heike Löffler: "Warum muss vor und nach jedem Musikstück ein Verweis auf NDR 90,3 oder 'Wir sind Hamburg" zu hören sein? Das ist störend. Ohne Werbung geht es nicht, aber ich habe noch nicht gezählt, wie viel davon den Tag über zusammenkommt."

  • Antwort

    Hendrik Lünenborg, Programmchef NDR 90,3: "Also als Programmchef muss ich schon einmal sicherstellen, dass alle Leute wissen, wo sie sind. Es gibt von uns eine Vorgabe, dass bis zu viermal pro Stunde gesagt werden soll, dass man bei NDR 90,3 ist. Und ich lege auch großen Wert darauf, dass man auch einmal sagt 'Wir sind Hamburg'. Denn in unserem Sendertitel fehlt natürlich die Stadt Hamburg - wir heißen nicht NDR Hamburg 90,3, sondern NDR 90,3. Das hat eine lange Geschichte, dahinter verbirgt sich unsere Frequenz, das ist alles gut. Aber natürlich will ich schon deutlich machen, dass wir das Stadtprogramm für Hamburg sind. Und 'Wir sind Hamburg' ist für mich und meine Kollege auch immer eine Aufforderung, unsere Arbeit besonders gut zu machen, denn wir wollen wirklich Ihr Programm sein."

  • Frage

    Michael Balzer: "Was NDR 90,3 im Radio und der NDR im Fernsehen ist, ist das 'Hamburger Abendblatt' als Printmedium. Meine Frage ist: Wie arbeitet man mit dem 'Hamburger Abendblatt' übergreifend zusammen? Man hat ja ähnliche Themen, man hat die Stadt Hamburg, die man auch gemeinsam seinen Bürgern seriös nahe bringen möchte. Gibt’s da eine direkte Zusammenarbeit, einen direkten Draht zwischen den Medien, wie man sich austauscht?"

  • Antwort (1/2)

    Sabine Rossbach, Landesfunkhausdirektorin: "Das 'Hamburger Abendblatt' informiert die Hamburgerinnen und Hamburger über das Thema, das uns auch am Herzen liegt. Eine direkte Zusammenarbeit haben wir nicht. Wir konkurrieren natürlich auch darum, ob wir die Ersten sind, die die Köhlbrandbrücke haben oder nicht. Die Journalisten graben da ja natürlich auch tolle Geschichten aus. Manchmal sind wir traurig, dass wir sie nicht zuerst hatten. Manchmal sind die Kollegen vom 'Abendblatt' traurig, dass wir etwas zuerst hatten. Wir arbeiten nicht als Konkurrenten, sondern wir arbeiten für die Informationen für diese Stadt. Die Journalisten, die dort arbeiten tun das mit ihrer Journalistenehre und wir tun das mit unserer. Wir sind uns nicht gram und nicht böse, aber wir sind nicht ein Verbund von Medien, die zusammenarbeiten."

  • Antwort (2/2)

    Hendrik Lünenborg, Programmchef NDR 90,3: "Im Sportbereich machen wir zum Beispiel einmal im Jahr zusammen eine Sportsendung. Im Grunde genommen ist es wirklich auch ein sportlicher Wettbewerb. Die Journalisten kennen sich natürlich und jeder will die beste Geschichte haben. Wir haben aber auch dadurch, dass wir Fernsehen und Radio und Online sind, nochmal andere Möglichkeiten zum Beispiel bei der Sportberichterstattung. Die ist im 'Abendblatt' immer eher eine Nummer analytischer, bei uns ist es emotionaler, da wir ja live bei allen Toren dabei sind - wenn denn Tore fallen. Insofern ist es natürlich schon etwas total anderes. Na klar, so groß ist die Hamburger Journalistenszene nicht, dass man sich nicht kennt. Aber wir kommen eigentlich ganz gut klar miteinander."

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Ein vielversprechender Auftakt

Am Ende der etwa dreistündigen Veranstaltung sah man in viele zufriedene Gesichter. Auch die Verantwortlichen im Landesfunkhaus Hamburg waren angetan von der positiven Resonanz auf die Veranstaltung. "Ich bin wirklich beeindruckt von dem großen Interesse, das unsere Zuschauer und Hörer uns entgegengebracht haben", sagt Sabine Rossbach. "Ein sehr vielversprechender Auftakt. Es war zu spüren, dass die Menschen großes Vertrauen in uns setzen. Wir können uns sehr gut vorstellen, dieses neue Format in anderen Hamburger Stadtteilen zu wiederholen."

Weitere Informationen

Wir bei Ihnen. Wir über uns

Bei der Veranstaltung "Vor Ort" laden wir Sie ein, Verantwortliche und Programmmacher von NDR 90,3 und Hamburg Journal persönlich zu treffen und Ihre Fragen zu stellen. mehr

96:17

Mitschnitt: "Vor Ort in Schnelsen"

Bei "Vor Ort in Schnelsen" hatten Hamburgerinnen und Hamburger die Gelegenheit mit den Programmmachern und Verantwortlichen von NDR 90,3 und Hamburg Journal ins Gespräch zu kommen. (26.10.2018) Video (96:17 min)

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 26.10.2018 | 06:20 Uhr

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