Stand: 22.01.2019 08:45 Uhr

Weniger jugendliche Koma-Säufer in Hamburg

In Hamburg gibt es unter Jugendlichen deutlich weniger sogenannte Koma-Säufer als noch vor zehn Jahren. Das belegen Zahlen von "Sucht.Hamburg", einer Hamburger Fachstelle für Suchtfragen, die NDR 90,3 vorliegen.

Weniger Alkoholvergiftungen

Besonders deutlich ist der Rückgang bei Kindern und Jugendlichen von 10 bis 14 Jahren. Im Jahr 2007 kamen 51 von ihnen mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. 2017 waren es hingegen nur noch 13. Und selbst bei den 15- bis 19-Jährigen sank die Zahl der Koma-Säufer im selben Zeitraum ein wenig. Allerdings gibt es in dieser Altersgruppe noch immer die meisten Alkoholvergiftungen.

Ein Problem der Flächenländer

Eindrucksvoll ist der bundesweite Vergleich: Hamburg ist zusammen mit Berlin das Bundesland mit den wenigsten jungen Koma-Säufern. Besonders schlecht dagegen schneiden Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland ab. Für die Suchtforscher sind die Zahlen ein Beleg dafür, dass Prävention in Hamburg funktioniert und die Jugendlichen erreicht. Gleichzeitig zeigen die Zahlen aber auch, dass starker Alkoholkonsum noch immer eher ein Problem in den Flächenländern ist.

Weitere Informationen

Unterschätzte Gefahr: Legale und illegale Drogen

Etwa 1.300 Menschen sterben pro Jahr an den Folgen illegalen Drogenkonsums. Die Zahl der Menschen, die aufgrund von Alkoholismus und Tabaksucht sterben, ist um ein Vielfaches höher. (27.06.2018) mehr

Warum Cannabis für Jugendliche so gefährlich ist

Kiffen sei nicht so schlimm wie Alkohol, behaupten Cannabis-Lobbyisten gern. Aber welche Folgen hat der Konsum der vermeintlich weichen Droge gerade für Jugendliche? (01.02.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.01.2019 | 09:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:16
Hamburg Journal
01:57
Hamburg Journal
02:31
Hamburg Journal