Stand: 18.02.2020 06:18 Uhr

Wegen Oberleitungen: Wohnungspläne gestoppt

Die Sorge vor Elektrosmog verhindert in der Hafencity den Bau von 200 zumeist günstigen Wohnungen. Wegen der Oberleitungen über Bahngleisen stoppen die Hamburger Behörden überraschend die Planungen.

120 Sozialwohnungen und 80 frei finanzierte Wohnungen wollte der Bauherr HIH Real Estate zwischen dem Lohsepark und der Bahnstrecke vom Hauptbahnhof zu den Elbbrücken errichten. Die Hafencity GmbH warb mit familienfreundlichem Wohnen am benachbarten geplanten Neubau des Verlags Gruner + Jahr.

Büros sind erlaubt

Doch nun wird nichts aus dem Versprechen. Die Hafencity GmbH erklärte NDR 90,3: "Die geplanten Wohnungen auf dem Gruner+Jahr-Areal sind in Abstimmung mit dem Bauherrn in eine Büronutzung umgewandelt worden."

Gefährliche Magnetfelder?

Eine Bahn-Oberleitung. © picture alliance/dpa Foto: Horst Galuschka
Die Baubehörde will 45 Meter Sicherheitsabstand zwischen Oberleitungen und Wohnungen. (Symbolfoto)

Der Bauherr erfuhr laut "ZEIT Online" völlig überrascht im Oktober, dass Oberleitungen der vielbefahrenen Bahnstrecke gefährliche Magnetfelder auslösen könnten. Die Baubehörde meint, man schaffe fürs Wohnen einen Vorsorgeabstand von 45 Metern. Das Magnetfeld sei dann nur ein Tausendstel mal so stark wie der gesetzliche Grenzwert. Hamburg gehe auf Nummer sicher. Pikant: Nahe der Bahntrasse soll die Hafencity-Schule für 1.400 Kinder entstehen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.02.2020 | 08:00 Uhr

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