Stand: 12.09.2020 19:59 Uhr

Warnstreik: Briefe und Pakete bleiben liegen

In Hamburg sind am Sonnabend zum dritten Mal in dieser Woche Briefe und Pakete liegen geblieben. Die Gewerkschaft ver.di hatte die Zustellerinnen und Zusteller der Deutschen Post dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Betroffen waren Finkenwerder und die Stadtteile im Osten der Hansestadt - von Wandsbek bis Rahlstedt. Aber auch in Winsen, Lüneburg und Teilen Schleswig-Holsteins waren Beschäftigte dazu aufgerufen, sich an dem Warnstreik zu beteiligen. In Hamburg werden laut Gewerkschaft an einem normalen Sonnabend bis zu 70.000 Briefe und etwa 25.000 Pakete ausgeliefert. Wie viele davon am Sonnabend nicht bei ihren Empfängern ankamen, ist nicht bekannt.

Mehr Geld für Beschäftigte gefordert

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen, bei denen es um mehr Geld für 140.000 Beschäftigte der Deutschen Post geht. Laut ver.di konnte das Unternehmen seinen Gewinn steigern, während viele andere Branchen während der Corona-Pandemie in die Krise geschlittert sind. Daran sollten die Mitarbeitenden nun beteiligt werden. Beide Seiten liegen bei ihren Vorstellungen noch weit auseinander. Ver.di fordert eine lineare Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent sowie weitere Verbesserungen. Vor der nächsten Verhandlungsrunde am 21. September sind weitere Warnstreiks möglich.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.09.2020 | 19:30 Uhr

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