Sendedatum: 26.09.2019 07:20 Uhr

Von Hamburg nach Heidelberg per Mausklick

Zur Digitalisierung in der Gesundheitsbranche zählt auch die sogenannte Telemedizin. Ob einfache Sprechstunde, Therapie, Prävention oder Reha: Ziel ist es, Patienten und Ärzte über große Distanzen zusammen zu bringen. Zum Beispiel via Internet und Bildschirm. Bei komplizierten Operationen ist der Einsatz von Robotern geplant.

Eine Frau schaut auf einen Bildschirm, darauf ist der Querschnitt eines Gehirns zu sehen. © NDR Foto: screenshot

Ein Arztbesuch am Bildschirm

NDR 90,3 -

Via Internet bringt die Telemedizin Patienten und Ärzte am Bildschirm zusammen. Sylvena Vogt wird in einer Hamburger Praxis untersucht, ihre Ergebnisse werden von einer Ärztin in Heidelberg interpretiert.

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Daneben soll das Sammeln und Auswerten von in der Regel anonymisierten Patientendaten dafür sorgen, dass sich Ärzte untereinander austauschen, um schneller, gezielter und effektiver behandeln zu können. Das spart Zeit und Geld. Studien haben zudem gezeigt, dass eine größere Datenbasis zu genaueren Diagnosen und besseren Erfolgen führt.

Immer mehr Start-Ups in Hamburg

Längst haben junge Unternehmen die Chancen erkannt. So kommt eine der größten Online-Arztpraxen mit Sitz in London nun nach Hamburg. Bei Zava - früher DrEd -  sollen zunächst fünf Ärzte online Patienten aus ganz Deutschland beraten und behandeln. Auch die Hamburger Asklepios-Kliniken planen Telemedizin per Videoschalte.

An einem Computerbildschirm mit Webcam hängt ein Strethoskop © picture-alliance/dpa Foto: Monika Skolimowska

Telemedizin: Zu Besuch in der Sprechstunde

NDR 90,3 -

Während Patienten am Neuen Wall sitzen, werden Spezialisten von der Universität Heidelberg via Monitor zugeschaltet. NDR 90,3 Reporter Nicolas Lieven war bei einem Termin dabei.

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Insgesamt finden sich in Deutschland inzwischen weit über 100 Projekte und Bereiche, in denen Telemedizin erforscht und angewendet wird. Auch in Hamburg gibt es bereits seit Jahren Praxen, die Telemedizin erfolgreich nutzen. Dazu zählt eine von NDR 90,3 besuchte MRT-Praxis. Während die Patienten am Neuen Wall sitzen, werden die Spezialisten von der Universität Heidelberg via Monitor zugeschaltet. Praktisch 600 Kilometer per Mausklick.

Telemedizin: nicht immer Kassenleistung

Allerdings werden nicht alle Angebote von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt. Und so kommt es vor, dass privatversicherte Patienten bequem von Hamburg aus mit einem Spezialisten sprechen können, während gesetzlich Versicherte eine weite Anreise in Kauf nehmen müssen, um sich vor Ort beraten zu lassen.

Weitere Informationen

Über Chancen und Risiken der Telemedizin

Ein Videotelefonat mit dem Hausarzt statt langer Wartezeiten in der Praxis? Kann Telemedizin zu einer besseren Versorgung von Patienten in ländlichen Regionen beitragen? (20.08.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 26.09.2019 | 07:20 Uhr

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