Stand: 07.04.2020 18:13 Uhr

Untersuchung zur Immunität gegen Coronavirus

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) spricht auf einer Pressekonferenz zur Corona-Lage.
Hamburgs Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks hat eine Untersuchung beim UKE in Auftrag gegeben.

Um herauszufinden, wer möglicherweise unbemerkt eine Corona-Infektion schon überstanden hat, hat die Hamburger Gesundheitsbehörde eine Reihenuntersuchung beim Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in Auftrag gegeben. Das sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag. Zum Einsatz kommt nicht das Testverfahren zur Ermittlung von Infizierten, sondern zwei Antikörpertests zum Nachweis von Immunität.

Dabei werden Blutproben von Blutspenderinnen und Blutspendern mit Antikörpertests untersucht. Dann werde aus der Stichprobe hochgerechnet, "wie viel Prozent der Bevölkerung wohl schon Immunität erlangt hat", so Prüfer-Storcks. Gearbeitet werde in den nächsten Wochen mit aktuellen Blutproben und Rückstellproben aus dem Jahr 2017.

"Wir müssen wissen, wie viel Immunität vorhanden ist"

Prüfer-Storcks erklärte: "Wir müssen wissen, wieviel Immunität in der Hamburger Bevölkerung gegen dieses Virus vorhanden ist und wie sie sich entwickelt. Dann können wir zum ersten Mal abschätzen, wieviel Gefahren von diesem Virus für uns noch ausgehen, wann wir es besiegt haben." Während die Tests zur Feststellung einer Infektion nur eine Momentaufnahme darstellten, könne man mit Antikörpertests eine dauerhafte Entwicklung feststellen.

An der Studie kann man nicht persönlich teilnehmen und sich auf Immunität testen lassen. Verwendet werden nach Angaben der Gesundheitsbehörde ausschließlich bereits vorhandene Blutspenden für die Validierung des Tests. Die Daten würden nur statistisch, nicht personalisiert verarbeitet.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 07.04.2020 | 19:30 Uhr

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