Stand: 01.05.2020 06:56 Uhr

Tschentscher: "Dürfen unsere Strategie nicht verlassen"

Angela Merkel (r, CDU), Markus Söder (l, CSU) und Peter Tschentscher (M, SPD) verlassen nach der Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer die Pressekonferenz. © dpa-Bildfunk Foto: Kay Nietfeld
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher will weiter schrittweise vorgehen.

Nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs über die Corona-Krise hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zu Geduld und Disziplin gemahnt. "Wir dürfen unsere Strategie, die erfolgreich ist, jetzt nicht verlassen", sagte Tschentscher am Donnerstag in Berlin. Nötig sei weiterhin, "dass wir schrittweise vorgehen und dass wir kontrolliert vorgehen". Bevor es weitere Lockerungen gebe, müssten die Auswirkungen der bereits getroffenen Schritte abgewartet werden. Dies sei auch einmütiger Tenor der Videokonferenz gewesen, sagte Tschentscher.

Konkrete Maßnahmen für Hamburg nächste Woche

Auf einige Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen hat man sich aber doch verständigt. Die geltenden Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Leben sollen zwar vorerst weitgehend bestehen bleiben. Spielplätze sollen aber unter Auflagen wieder öffnen und auch Gottesdienste und Gebetsversammlungen wieder stattfinden dürfen. Auch Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten sollen nach dem Beschluss der Regierungschefs wieder Besucherinnen und Besucher einlassen dürfen. Wie Hamburg die Beschlüsse umsetzt, soll bei der Senatssitzung am kommenden Dienstag entschieden werden.

Brosda: Schrittweise Öffnung der Museen

Kultursenator Carsten Brosda (SPD) sagte am Donnerstagabend, der Senat werde am Dienstag eine schrittweise Öffnung der Museen beschließen, damit der Gesundheitsschutz der Besucherinnen und Besucher und der Mitarbeitenden gewährleistet werden könne. Die staatlichen aber auch viele private Museen hätten schon damit begonnen, die Hygiene- und Kontaktschutzauflagen in ihren Häusern umzusetzen.

Großer Schritt erst später

Den nächsten "großen Schritt" zur Lockerung der Corona-Beschränkungen könne es erst nach einer weiteren Schaltkonferenz am 6. Mai geben, sagte der Bürgermeister. Dann soll etwa ein einheitliches Konzept zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen und Kitas kommen.

Große Geschäfte bleiben zu

Bestätigt wurde am Donnerstag die Anordnung der Hamburger Behörden, dass Einzelhandelsgeschäfte vorerst nur mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern öffnen dürfen. Das Oberverwaltungsgericht korrigierte auf Antrag der Stadt eine entgegengesetzte Entscheidung des Verwaltungsgerichts aus der vergangenen Woche. Geklagt hatte die Betreiberin ein Sportgeschäft in der Hamburger Innenstadt.

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Hamburg Journal | 30.04.2020 | 19:30 Uhr

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