Der Nordchinesische Leopard "Bum-i" ist in seinem Gehege im Tierpark Hagenbeck zu sehen © picture alliance / dpa / Tierpark Hagenbeck Foto: Lutz Schnier

Tierpark Hagenbeck: Seltene Leoparden aus Südkorea

Stand: 09.11.2020 11:19 Uhr

Nordchinesische Leoparden sind sehr selten und vom Aussterben bedroht: Um eine neue Zuchtlinie aufzubauen, hat der Hamburger Tierpark Hagenbeck jetzt zwei dieser Tiere aus Südkorea erhalten.

Die beiden heißen "Bum-i" und "Max". Zoo-Tierarzt Michael Flügger, Koordinator des einzigen Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für diese Raubkatzen, sagte: "Es ist sehr wichtig für den gesamten Bestand, dass wir nun blutsfremde Tiere bekommen haben." Ein großes Problem habe darin gelegen, überhaupt Nordchinesische Leoparden zu finden. "Außer ein paar uralten Tieren in den USA gibt es vielleicht noch welche in China. Doch der Informationsaustausch mit China ist sehr schwierig. Unser EEP ist das einzige Zuchtprogramm weltweit für diese Tierart. Deshalb war ich so glücklich, gleich zwei Tiere aus dem Zoo Seoul bekommen zu können", sagte Flügger.

Hoffnung auf Nachwuchs

Während der jüngere "Bum-i" in Hamburg bleibt, zieht "Max" nach der Quarantäne von 30 Tagen weiter in den dänischen Safari-Park Ebeltoft. Seinen Namen verdankt "Bum-i" seinem verträumten Blick, denn übersetzt bedeutet "Bum-i" so viel wie Langschläfer oder Schlafmütze. In absehbarer Zeit soll mit "Naoli" auch ein neues weibliches Zuchttier in den Tierpark Hagenbeck kommen. Das junge Weibchen kommt aus dem Safari-Park im französischen Thoiry. Wenn alles klappt, könnte es dann bald Nachwuchs geben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.11.2020 | 11:00 Uhr

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