Stand: 07.03.2020 20:07 Uhr  - NDR 90,3

Tausende demonstrieren für Aufnahme von Flüchtlingen

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Tausende Menschen zogen durch Hamburg.

In der Hamburger Innenstadt haben Tausende Menschen für die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Türkei demonstriert. "Für das Recht auf Asyl", "Abschottung tötet" und "Humanitäre Aufnahme in Europa" stand auf ihren Plakaten. Nach Angaben der Polizei waren bis zu 3.900 Teilnehmende zur Kundgebung auf dem Rathausmarkt und einem anschließenden Demonstrationszug bis zum Fischmarkt an der Elbe gekommen. Die Veranstalter sprachen von 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Zur Demo aufgerufen hatten kirchliche Organisationen, der Flüchtlingsrat und der AStA der Hamburger Uni.

Menschen hängen an Grenze fest

Die Demonstrierenden wollten auf die Situation der Menschen aufmerksam machen, die derzeit an der türkisch-griechischen Grenze ausharren. Seit dem Wochenende hindert die Türkei viele Migranten nicht mehr daran, in die EU zu gelangen - trotz des Abkommens mit Brüssel. Aber Griechenland lässt die Menschen nicht passieren.

Seebrücke: Menschen müssen aufgenommen werden

"Die Situation an der türkisch-griechischen Grenze ist immer noch dramatisch", berichtete Christoph Kleine von der Seebrücke Hamburg NDR 90,3. Teilweise seien Geflüchteten die Kleider weggenommen worden und sie seien in Unterwäsche zurück geschickt worden. "Das ist eine entwürdigende Behandlung. Das muss aufhören. Die Menschen müssen aufgenommen werden", forderte er.

Demo-Sprecher: Hamburg hat Platz für Geflüchtete

"Wenn das offizielle Europa seine Grenzen schließt und die staatliche Gewalt gegen Zufluchtsuchende eskaliert, dann müssen alle Menschen auf die Straße gehen, die für Solidarität und das Recht auf Asyl einstehen", sagte Kleine. Erwartet werde von der EU, von Deutschland und Hamburg, dass die "Menschen im Niemandsland an der griechisch-türkischen Grenze aufgenommen" und Lager auf den griechischen Inseln evakuiert werden. Hamburg habe Platz, freie Unterkünfte müssten genutzt werden.

Weitere Informationen

Demonstrierende solidarisieren sich mit Geflüchteten

Im türkisch-griechischen Grenzgebiet hängen Tausende fest. In Hamburg nahmen am Dienstag rund 1.000 Menschen an einer Kundgebung teil. Aufgerufen hatte die Organisation Seebrücke. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.03.2020 | 13:00 Uhr

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