Stand: 11.02.2019 20:15 Uhr

Tag des Notrufs: Feuerwehr im Twitter-Einsatz

Mit Dutzenden Kurznachrichten auf Twitter hat die Hamburger Feuerwehr am Tag des europäischen Notrufs über ihre Arbeit berichtet. Neben dem Einsatzgeschehen gab das Social-Media-Team der Berufsfeuerwehr am Montag auch Einblicke in den Arbeitsalltag und schilderte kuriose Begebenheiten. So hatte eine besorgte Nachbarin den Notruf gewählt, weil sie Hilfeschreie von Kindern gehört hatte. Ein Löschzug fuhr zur Adresse im Stadtteil Hamm. Dort stellten die Feuerwehrleute fest, dass die Kleinen nur mit Playmobil-Feuerwehrfiguren gespielt hatten.

Ein Mann, der im Stadtteil Wilhelmsburg Batteriesäure ins Auge bekommen hatte, bekam von der Feuerwehr die Nachricht, dass ein Rettungswagen unterwegs sei - und einen weinenden Smiley. Einen 89-Jährigen mit Atemproblemen munterte das Social-Media-Team mit einem Daumen-hoch-Symbol auf. Zum Alltag der Retter gehört offenbar nicht nur Dankbarkeit: Ein Patient, der seit einem halben Jahr leichte Schmerzen im Fuß habe, sei am Telefon garstig geworden, weil die Feuerwehr ihn nicht in sein Wunschkrankenhaus brachte, hieß es.

Es ging auch um Nachwuchsarbeit

Das "Twitter-Gewitter" dauerte von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends. Die Twitter-Nutzer sollten die Mitarbeiter und die Arbeit der Feuerwehr kennenlernen, sagte Pressesprecher Jan Ole Unger. Es gehe auch darum, Nachwuchs zu gewinnen. An dem "Twitter-Gewitter" beteiligten sich weitere 40 Berufsfeuerwehren in ganz Deutschland. Die Aktion wurde im Dezember in Hamburg vorbereitet. In der Hansestadt saßen neun Mitarbeiter in einem Nachbarraum der Einsatzzentrale und twitterten. Die eigentliche Arbeit der Feuerwehr sollte dabei aber nicht behindert werden. "Es wird keine Verzögerungen bei Einsätzen geben, es soll genauso laufen wie immer", betonte Unger.

Jan Ole Unger im Interview mit NDR 90,3. © NDR Foto: Screenshot

"Twitter-Gewitter" am Tag des Notrufs

NDR 90,3 -

Am Tag des Notrufs präsentiert die Feuerwehr bei einem sogenannten Twitter-Gewitter ihre Arbeit. Hamburgs Feuerwehr-Sprecher Jan Ole Unger erklärt die Aktion.

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"Im Notfall immer 112 wählen!"

Der 11. Februar ist seit zehn Jahren der Tag des Notrufs. "Der Notruf 112 ist die überlebenswichtige Telefonnummer, die jeder kennen muss", sagte Unger. Er sei kostenfrei und europaweit gültig. Die Hamburger Feuerwehr twittert bereits seit Mai 2015 und hat mehr als 45.000 Follower. Normalerweise verbreitet sie bis zu 20 Tweets an einem Tag.

Weitere Informationen
01:24
NDR//Aktuell

Feuerwehr wirbt per Twitter für Notrufnummer 112

11.02.2019 14:00 Uhr
NDR//Aktuell

Twitter-Gewitter nennen die Feuerwehren ihre deutschlandweite Aktion: Über die sozialen Medien wollen sie die Notrufnummer 112 bekannter machen und zugleich um Nachwuchs werben. Video (01:24 min)

17 Bilder

Hintergrund: Die Feuerwehr im Einsatz

Die Feuerwehren in Norddeutschland sind immer in Bereitschaft. Wie laufen Einsätze ab, wenn der Notruf 112 gewählt wird? Welche Geräte nutzt die Feuerwehr? Alle Infos in der Bildergalerie. Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.02.2019 | 11:40 Uhr

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