Stand: 29.08.2020 09:34 Uhr

Sportbund will gleiche Regeln für alle Sportarten

Der Hamburger Sportbund (HSB) und die größten Vereine kritisieren die neuen Corona-Regeln der Stadt Hamburg. Die Ungleichbehandlung verschiedener Sportarten führe zu Vereinsaustritten und finanziellen Problemen. "Wir können unseren Vereinsmitgliedern die neuen Regeln nicht vermitteln", sagt Ullrich Lopatta vom Walddörfer SV, der für die größten Vereine spricht.

Turnen nur mit maximal zehn Menschen

Der Senat erlaubt ab September Teamsportarten mit bis zu 30 Personen. Lopatta findet es nicht nachvollziehbar, dass 30 Kinder zusammen Fußball oder Handball spielen dürfen, aber das Turnen nur für maximal zehn Kinder gemeinsam möglich ist. Denn bei Sportarten, in denen es keine Mannschaften gibt, darf nur eingeschränkt zusammen trainiert werden.

Verband: Existenz kleiner Vereine bedroht

Die Folgen sind laut Lopatta enttäuschte Mitglieder und immer mehr Vereinsaustritte. Der Verband für Turnen und Freizeit spricht von einer dramatischen Lage, die für kleine Vereine existenzbedrohend werden könnte. Der Verband erklärt: Kurse im Gesundheits-, Fitness- und Rehasport lohnen sich finanziell oft nicht, wenn nur zehn Personen teilnehmen dürfen. In den kleinen Kursräumen ist für mehr Sportlerinnen und Sportler aber oft kein Platz, wenn der Mindestabstand gewahrt werden muss. Der HSB fordert gleiche Regeln für alle. Er will also, dass künftig an jedem Sportangebot 30 Personen teilnehmen dürfen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.08.2020 | 10:00 Uhr

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