Stand: 01.09.2015 15:00 Uhr

Senat treibt Pläne für Hamburgs Osten voran

So wie in diesem Entwurf soll der Neue Huckepackbahnhof in Rothenburgsort einmal aussehen.

Hamburgs rot-grüner Senat hat den nächsten Schritt zur Entwicklung des Hamburger Ostens als Wohn- und Gewerbestandort gemacht. Nach der Präsentation des Konzepts "Stromaufwärts an Elbe und Bille" vor rund einem Jahr beschloss er am Dienstag die Gründung einer Entwicklungsgesellschaft für den Billebogen, wie Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) und Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) sagten.

70 Hektar großes Gelände soll entwickelt werden

Die städtische Gesellschaft soll unter anderem das Potenzial des rund 70 Hektar großen Geländes östlich der Elbbrücken aktivieren und private Investoren finden. In einem ersten Schritt soll die Bürgerschaft der Entwicklungsgesellschaft zwei Millionen Euro Startkapital bewilligen und 33 städtische Grundstücke mit rund 18,6 Hektar übertragen.

Neuer Huckepackbahnhof als zentrales Projekt

Zentrales Projekt sei zunächst der sogenannte neue Huckepackbahnhof, ein bislang brachliegendes, rund elf Hektar großes Areal, sagte Stapelfeldt. Dort sollen in mehrgeschossigen Gebäuden gewerbliche, industrielle und kulturelle Produktionen angesiedelt werden. Je nach Konzept könnten auf dem Gelände bis zu 180.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche gebaut werden. Bis zu 3.000 Arbeitsplätze könnten allein am Huckepackbahnhof entstehen. Erste Nutzer würden voraussichtlich von 2018 an der Opernfundus und die städtischen Opernwerkstätten sein.

Tausende Arbeitsplätze könnten entstehen

Zudem möchte Wirtschaftssenator Horch alte Gewerbegrundstücke besser nutzen: Statt Schrott- und Gebrauchtwagenplätze moderne Produktionsstätten. Aber er betonte auch: "Wichtig ist eben, dass wir niemand vertreiben wollen." Insgesamt könnten im Billebogen laut Schätzungen sogar rund 10.000 Arbeitsplätz geschaffen werden, wie NDR 90,3 berichtete. Doch nicht nur Tausende Arbeitsplätze, auch Hunderte Wohnungen können östlich der Elbbrücken entstehen. Stadtentwicklungssenatorin Stapelfeldt sagte: "Der Stadtentwicklungsraum Billebogen hat großes Potenzial. Sie finden hier attraktive Wasserlagen mit großem Freizeit- und Erholungswert." Allerdings schränken laute Straßen wie der Heidenkampsweg das Wohnen ein. Gewerbebauten sollen deshalb Lärmschutz schaffen, dahinter könnten Wohnungen gebaut werden.

Der Billebogen erstreckt sich östlich der Hafencity bis zum Billebecken. Er ist rund 2,5 Kilometer von der Innenstadt entfernt und durch seine Wasserlage geprägt.

Karte: Gelände des ehemaligen Huckepackbahnhofs in Rothenburgsort

 

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.09.2015 | 15:00 Uhr

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